Kernser «Huwel 4» ist im August 2022 fertig

Die Betagtensiedlung Huwel verzeichnet eine rege Nachfrage. Im Neubau gibt es 34 Wohnungen und eine Praxis.

Primus Camenzind
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Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau: Lisbeth Durrer-Britschgi und Albert Reinhart-Hertach (Vizepräsidentin und Präsident der Stiftung); Walter Bucher, Pfarrer; Peter Stampfli, Architekt; Toni Röthlin, alt Regierungsrat (von links). Die Kassette, die Architekt Peter Stampfli in den Händen hält, soll demnächst im Neubau einbetoniert werden.

Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau: Lisbeth Durrer-Britschgi und Albert Reinhart-Hertach (Vizepräsidentin und Präsident der Stiftung); Walter Bucher, Pfarrer; Peter Stampfli, Architekt; Toni Röthlin, alt Regierungsrat (von links). Die Kassette, die Architekt Peter Stampfli in den Händen hält, soll demnächst im Neubau einbetoniert werden.

Bild: Primus Camenzind (Kerns, 21. November 2020)

Am Samstag fanden sich die Stiftungsräte, Architekt Peter Stampfli und Walter Bucher, Kernser Pfarrer im Ruhestand, auf dem brandneuen Huwel Baugrund ein, um den Grundstein für den Neubau «Huwel 4» zu legen. Das Werk nimmt bereits erste Formen an. Was nämlich unter den Boden kommt, ist schon zu sehen und die Bodenplatte ist bereit. Die übliche Grundsteinlegung war wegen Corona nicht öffentlich. Anstelle eines zu setzenden Bausteins kam eine Kassette ins Spiel, die zum Wochenbeginn einbetoniert wird. Stiftungspräsident Albert Reinhart-Hertach sorgte für den Inhalt: ein Dokument mit der bisherigen Entstehungsgeschichte der Betagtensiedlung und ein «Wunschzettel» für das Gelingen des Neubaus und das Wohlergehen aller zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Umfrage zeigte grosses Interesse an Wohnungen

Noch vor dem offiziellen Teil der Zusammenkunft erläuterte Reinhart die Argumente für einen Erweiterungsbau: «Vor drei Jahren starteten wir eine öffentliche Umfrage und es meldeten sich zahlreiche Interessenten, die in die Betagtensiedlung Huwel einziehen möchten. Wir sind optimistisch, dass dem so ist und wir das Haus entsprechend füllen können.» Reinhart gab zu bedenken, dass eine Alterseinrichtung nicht ausschliesslich nur für die eigene Gemeinde bestimmt ist. «Wenn irgendwo Platznot herrscht, zieht man dort ein, wo es freie Plätze gibt.»

In seinen Begrüssungsworten gab der Stiftungspräsident, der zugleich auch der Baukommission vorsteht, seiner Hoffnung Ausdruck, dass der «Huwel» weiterhin gut besetzt ist und die Finanzen auch in Zukunft im Lot bleiben. «Die Rechnung schloss nämlich in all den Jahren immer positiv», gab er zu verstehen. «Trotz allem dürfte Huwel 4 wohl für längere Zeit der letzte Erweiterungsbau bleiben.» Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatz von 6,1 Millionen Franken gerechnet. In der Folge segnete Pfarrer Walter Bucher das Bauwerk ein und stellte es unter den Schutz Gottes.

Neubau kostet rund 10,5 Millionen Franken

Der Erweiterungsbau «Huwel 4» wurde am 17. August dieses Jahres in Angriff genommen. Es entstehen 34 Mietwohnungen (Studios, 2- und 3-Zimmerwohnungen) sowie eine 260 Quadratmeter grosse Gemeinschaftsarztpraxis. Sie verfügt über sechs Behandlungszimmer, den Empfangsbereich, ein Labor, eine Apotheke und die für moderne Praxen übliche Infrastruktur. Man rechnet für das gesamte Gebäude mit Baukosten von 10,5 Millionen Franken. Den Anlagewert der gesamten Siedlung per Ende 2019 beziffert Reinhart mit 25,3 Millionen Franken. «Wir rechnen mit der Fertigstellung des Rohbaus bis Mai oder Juni 2021», sagt Architekt Stampfli zum vorgesehenen Zeitplan für dieses dritte Huwel-Wohngebäude. Danach folgen der Innenausbau und die Aussenarbeiten. «Das Bauwerk soll bis August 2022 bezugsbereit sein.»