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KINDERBETREUUNG: Kerns führt schulergänzende Tagesstrukturen zu neuen Tarifen weiter

Die Obwaldner Gemeinde Kerns führt ihre Betreuungsangebote für Schulkinder weiter, obwohl die Stimmberechtigten ein kantonsweites Obligatorium für schulergänzende Tagesstrukturen abgelehnt haben. Die Eltern müssen aber ab 2018 mehr an das Angebot zahlen.
Emily König (links) und Alina Bucher (rechts) probieren mit ihrer Betreuerin Sonja de Mul (Mitte) im «Windrad» Stempel aus. (Bild: Marion Wannemacher (Kerns, 4. Mai 2017))

Emily König (links) und Alina Bucher (rechts) probieren mit ihrer Betreuerin Sonja de Mul (Mitte) im «Windrad» Stempel aus. (Bild: Marion Wannemacher (Kerns, 4. Mai 2017))

In Obwalden hätten die Gemeinden dazu verpflichtet werden sollen, nicht nur für Kinder im Vorschulalter Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen, sondern neu auch für Schulkinder. Die Stimmberechtigen lehnten dies aber im Mai deutlich ab. Auch in Kerns, wo schulergänzende Tagesstrukturen bereits existierten, scheiterte mit einen Nein-Stimmenanteil von 62 Prozent das Obligatorium klar.

Der Einwohnerrat von Kerns teilte am Montag mit, er sei von der Deutlichkeit des Resultats überrascht worden. Er bleibe aber vom Angebot überzeugt und werde dieses auf unbestimmte Zeit weiter führen.

Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass ein Bedürfnis für die schulergänzenden Tagesstrukturen vorhanden sei und es mit grosser Wahrscheinlichkeit noch zunehmen werde, schreibt der Gemeinderat. Nicht alle Eltern hätten die Möglichkeit, auf die Grosseltern zurückzugreifen.

In Kerns werden aber die Tarife auf 2018 angepasst. Vorbild ist dabei die Tarifstruktur der vom Volk abgelehnten kantonalen Lösung. Neu wird bei der Berechnung, was Eltern zahlen müssen, das Vermögen mitberücksichtigt. 10 Prozent des steuerbaren Vermögens werden zum steuerbaren Einkommen dazugerechnet.

Ab 71'000 Franken Einkommen müssen die gesamten Normkosten von den Eltern getragen werden. Bisher lag die Grenze bei 120'000 Franken. In den untersten Tarifstufen muss ein Drittel von den Eltern übernommen werden.

Der neue Tarif, der im Gegensatz zum alten auf einer Vollkostenrechnung basiere, führe auf allen Stufen zu höheren Elternbeiträgen, schreibt der Gemeinderat. Mit diesen könnten wohl rund die Hälfte des Gesamtaufwandes gedeckt werden. (sda)

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