Kindergärtnerinnen erhalten in Obwalden mehr Lohn

Die SP versuchte vergeblich, die Kürzung der Altersentlastungen von Lehrpersonen zu verhindern.

Philipp Unterschütz
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Bildung Bisher hatten Lehrpersonen im Kindergarten 300 bis 400 Franken weniger Lohn als ihre Kolleginnen und Kollegen, die an der Primarschule unterrichten. Ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Ausbildung zum Primarlehrer aufwendiger war. Der Kantonsrat hat dies gestern korrigiert. Mit der klaren Annahme (47 Ja, 2 Nein, 5 Enthaltungen) des Nachtrags zur Lehrpersonenverordnung wurden die Kindergartenlehrpersonen der gleichen Lohnstufe zugeteilt wie die Primarlehrpersonen. Da diese von den Gemeinden entlöhnt werden, resultieren für sie insgesamt Mehrkosten von rund 180000 Franken.

Es wurde im Kantonsrat aber mehrmals darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Nachtrag um ein Gesamtpaket handle. Weil zugleich nämlich den Lehrpersonen im Alter von 55 bis 60 Jahren zwei Lektionen Altersentlastung gekürzt wurden, kompensiert dies die Lohnerhöhung für die Kindergartenlehrpersonen und es ergibt sich für die Gemeinden ein Nullsummenspiel. Neu wird den Lehrpersonen zwischen 50 und 60 Jahren nur eine Lektion pro Woche als Altersentlastung genehmigt. Für die Lehrer ab 60 bleibt mit einer Altersentlastung von drei Wochenlektionen hingegen alles beim Alten.

Als dritte Massnahme gehört die Schaffung von sogenannten Klassenpools zum Nachtrag. Gemeint sind damit zusätzliche Pensen, damit Lehrer ihren Kollegen, insbesondere den Klassenlehrern, bei der Wahrnehmung ihres umfangreichen Pflichtenheftes bei Bedarf unter die Arme greifen können.

Die SP Fraktion versuchte vergebens mit zwei Anträgen, die Kürzung der Altersentlastung zu verhindern und für die Klassenpools mehr Lektionen zur Verfügung zu stellen. Die Anträge wurden vom Kantonsrat deutlich abgelehnt.