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Wallfahrtskirche Melchtal erstrahlt bald in neuem Glanz

Noch bis im Juli wird an der Fassade und auf dem Dach der Wallfahrtskirche emsig gearbeitet. Rund 300'000 Franken kostet die Sanierung, doch noch fehlt der Stiftung ein beträchtlicher Teil des Geldes.
Philipp Unterschütz
Renovationsarbeiten an der Wallfahrtskapelle. Im Gespräch sind Ruedi Ettlin (links), Liegenschaftsverwalter der Wallfahrtsstiftung Maria Melchtal und Pater Marian, Präsident der Stiftung und Pfarrer. (Bild: Corinne Glanzmann (Melchtal, 22. Mai 2018))

Renovationsarbeiten an der Wallfahrtskapelle. Im Gespräch sind Ruedi Ettlin (links), Liegenschaftsverwalter der Wallfahrtsstiftung Maria Melchtal und Pater Marian, Präsident der Stiftung und Pfarrer. (Bild: Corinne Glanzmann (Melchtal, 22. Mai 2018))

Die Zeit hat ihre Spuren an der 1928 erbauten Wallfahrtskirche Melchtal hinterlassen. Das Dach musste neu gedeckt werden und an der Fassade begann der Verputz altersbedingt und wegen Wasserschäden zu blättern. 1997 und 2008 wurden bereits Teile des Dachs neu gedeckt. Nun läuft die vorläufig letzte Etappe – seit Anfang April sind die Dachdecker und Maler an der Arbeit.

«Ursprünglich war geplant, die Fassade dort zu sanieren, wo wegen den Dachdeckerarbeiten sowieso ein Gerüst erstellt werden musste», erzählt Ruedi Ettlin, Liegenschaftsverwalter der Wallfahrtsstiftung Maria Melchtal. Es zeigte sich dann aber, dass die Fassade an anderen Orten in noch schlechterem Zustand war. «Deshalb beschlossen wir, die gesamte Kirche aussen zu sanieren.»

Über 18'000 Ziegel müssen ersetzt werden

Im Verlauf der Arbeiten kamen aber noch einige Überraschungen ans Licht. «Die Dachlattung war morscher und die Dachrinnen sowie die Kupferdächer am Turm in schlechterem Zustand als erwartet», sagt Ruedi Ettlin. Diese zusätzlichen Arbeiten verteuern die Sanierung um gegen 15 Prozent. «Wir haben aber schon damit gerechnet, dass noch das eine oder andere dazukommt. Deshalb bleiben wir unter dem Strich im Budget von etwa 300'000 Franken.»

Die Arbeiten sind bisher im Zeitplan und unfallfrei verlaufen. «Mit einem Helikopter wurden 42 Paletten Ziegel direkt aufs Dach geflogen - und das in nur einer Stunde, inklusive Tanken», erzählt Liegenschaftsverwalter Ettlin beeindruckt. Um genau zu sein: 18'834 Ziegel sind es, die ersetzt werden. Im Juli sollen das Gerüst entfernt und die Arbeiten abgeschlossen werden. Vor dem Abschluss wird wie bei der Sanierung 1992 eine Weiterführung der Dorfchronik in die Turmzwiebel gelegt.

Für die Wallfahrtsstiftung handelt es sich bei den Kosten um einen grossen Brocken. Laut Pater Marian, Präsident der Stiftung und Pfarrer, beteiligen sich die kantonale Denkmalpflege und die Kirchgemeinde. Keinen Beitrag gibt es dagegen von der politischen Gemeinde.

Spenden-Sammlung lag unter den Erwartungen

Mit einer Sammlung wollte die Stiftung einen weiteren Teil der Kosten decken. Diese verlief aber eher enttäuschend. «Wir haben etwa 1300 Briefe an alle Pfarreien in der Schweiz und an Firmen verschickt», erklärt Pater Marian. Rund 30'000 Franken kamen schliesslich zusammen. «Wir hätten schon etwas mehr erwartet», sagt der Stiftungspräsident, es liege vielleicht daran, dass in letzter Zeit für einige grössere kirchliche Projekte gesammelt worden sei, insbesondere auch im Bruder-Klausen-Jubiläumsjahr. Momentan würden noch etwa 150'000 Franken fehlen, aber er sei zuversichtlich. Als man vor zwölf Jahren mit der Innenrenovation begannen habe, hätte die Stiftung anfänglich auch fast kein Geld gehabt. «Und seither konnten wir fast eine halbe Million Franken für Renovationen ausgegeben.» So hofft die Stiftung insbesondere auf Spenden der Wallfahrer, von denen jährlich 3000 bis 5000 die Kirche besuchen. «Ihre Reaktionen sind sehr positiv. Sie finden es schön, dass wir die Wallfahrtskirche umsorgen», sagt Pater Marian. Höchstens Hochzeitspaare seien manchmal nicht ganz glücklich, dass auf ihrem Hochzeitsfoto eine eingerüstete Kirche zu sehen ist.

Am 16. September feiert die Wallfahrtsstiftung mit einem Fest-Gottesdienst das 90. Kirchweihfest. «Dann schenken wir der Gottesmutter eine renovierte Kirche in neuem Glanz», freut sich Pater Marian.

Infos: www.wallfahrtskirche-melchtal.ch

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