Alpnacher Kirchgemeinderätin tritt zurück

Die Budgetgemeindeversammlung der Kirchgemeinde Alpnach informierte über aktuelle Themen.

Markus Villiger
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Noch ist offen, wie es mit dem gekündigten Vertrag für eine Mobilfunkantenne im Alpnacher Kirchturm weitergeht. (Bild: Markus von Rotz, 7. Juni 2018)

Noch ist offen, wie es mit dem gekündigten Vertrag für eine Mobilfunkantenne im Alpnacher Kirchturm weitergeht. (Bild: Markus von Rotz, 7. Juni 2018)

Kirchgemeindepräsident Daniel Albert begrüsste rund 80 Stimmberechtigte zur Budgetgemeindeversammlung.

Kirchgemeinderätin Esther Oberholzer, die 2016 in den Kirchgemeinderat gewählt wurde, tritt auf das Ende der Legislatur 2016 bis 2020 zurück. Sie betreute das Ressort Kirchen und Kapellen. Gleichzeitig haben mit Präsident Peter Renggli und André Wallimann auch zwei Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission ihre Rücktritte bekanntgegeben.

Die bisherigen Mitglieder des Kirchgemeinderates stellen sich an der Kirchgemeindeversammlung im Frühling 2020 zur Wiederwahl. Es sind dies: Präsident Daniel Albert, Hansruedi Koch, Agnieszka Krasnopolska, Franz Waldispühl und Christian Eugster.

Seit dem Sommer von Swisscom nichts gehört

Daniel Albert orientierte auch über die Neuorganisation des Kirchgemeinderates. Anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom Frühling 2020 erfolgt die Anpassung der Kirchgemeindeordnung. In dieser Sache finden zurzeit juristische Abklärungen statt.

Keine hohen Wellen warf die Information betreffend die Kündigung des Mietvertrags mit der Swisscom über die Errichtung einer 5G-Antenne im Kirchenturm der Pfarrkirche Alpnach. In diesem Punkt war nichts Neues zu vernehmen. Der Kirchgemeinderat hat den Vertrag aufgrund der breiten Opposition bereits im Februar dieses Jahres gekündigt.

Die Swisscom hat dem Kirchgemeinderat über ihren Anwalt mitgeteilt, dass sie an diesem Vertrag festhalten wolle. Seit dem Sommer hat der Kirchgemeinderat von der Swisscom nichts mehr gehört. Auch diese Information nahmen die Stimmberechtigten stillschweigend zur Kenntnis.

Pensionierung von Pfarrer Meli

Im März des nächsten Jahres erreicht Pfarrer Thomas Meli das Pensionsalter. Er wird ab August 2020 das Arbeitspensum auf 50 Prozent reduzieren. Konkret heisst das, dass er jeweils von Donnerstag bis Sonntag im Einsatz stehen wird. Die einzelnen Aufgaben werden auf andere Mitarbeitende verteilt.

In diesem Zusammenhang erwähnte Präsident Albert auch die Kündigung von Pastoralassistentin Marie-Pierre Böni auf den 30. November.

Einstimmig wurde das Budget 2020 gutgeheissen. Finanzchef Franz Waldispühl erwähnte, dass im nächsten Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 18'180 Franken gerechnet werden müsse. Der Steuerertrag wurde mit 1,6 Millionen Franken budgetiert. 50'000 Franken sind für Abschreibungen vorgesehen und 85'000 Franken für Investitionen.

Akuter Personalmangel in der Kirche

Pfarrer Thomas Meli benützte die Gelegenheit, die Anwesenden auf den seit Jahren andauernden Personalmangel hinzuweisen. Die Katholische Kirche sei im Umbruch, führte er aus. Seit Jahren wüssten das die kirchenfernen und kirchennahen Christinnen und Christen. Eines von verschiedenen Zeichen sei der Personalmangel. Es fehlten Priester, Theologinnen und Theologen, Religionspädagoginnen und Religionspädagogen und sogar Organisten. Stark bemerkbar mache sich das auf der Leitungsebene.