KLEIN-SKIGEBIETE: Trotz Neuschnee stehen die Lifte still

Jede Menge Neuschnee – und doch machen viele Skigebiete jetzt den Laden dicht. Die Lifte weiterlaufen lassen, kostet mehr, als es bringen würde.

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Stillstand trotz Neuschnee: Wie in viele anderen Skiorten stehen auch die Bergbahnen in Lungern-Schönbühl still. (Bild Fabian Biasio/Neue LZ)

Stillstand trotz Neuschnee: Wie in viele anderen Skiorten stehen auch die Bergbahnen in Lungern-Schönbühl still. (Bild Fabian Biasio/Neue LZ)

Als alle glaubten, der Winter sei vorbei, schlug er noch einmal kräftig zu: Über die Ostertage gab es reichlich Schnee bis ins Flachland. Schlagartig haben sich, kurz vor Ende der Skisaison, die Wintersport­verhältnisse in vielen kleinen Skigebieten der Zentralschweiz verbessert. Planen diese Orte nun eine Saisonverlängerung, damit von der weissen Pracht auch die Kassen noch profitieren können?

Gute Bedingungen - wenig Publikum
An einen finanziellen Gewinn durch eine Verlängerung glaubt René Zeh, Geschäftsführer der bereits geschlossenen Sportbahnen Marbachegg, nicht: «Wir hatten ja schon am Ostermontag beste Bedingungen. Gekommen sind allerdings nur wenige Leute.» Die Kosten für eine Verlängerung könnten nicht gedeckt werden, «für die Leute ist die Skisaison ab Mitte März vorbei. Das rechnet sich nicht.»

«Mitte März ists vorbei!»
In Lungern–Schönbüel, wo die Saison nächsten Sonntag zu Ende geht, wird man an schönen Wochenenden die Bahnen fahren lassen. Paul Niederberger, Geschäftsführer: «Die eigentlich Skisaison ist aber spätestens Mitte März vorbei. Wir hatten ja in früheren Jahren auch schon länger geöffnet, und es hat sich nie ausbezahlt.» Wer jetzt noch Skifahren und Snowboarden wolle, so vermutet Niederberger, «der geht gleich nach ganz oben auf einen Gletscher.» Zudem ist laut Niederberger die Qualität des Schnees nicht mehr ideal: «Dieser Frühlingsschnee wird durch die Sonne schnell zu Sulz, zu einer Art Teig. Dies ist sicherlich kein Hochgenuss für Wintersportler.»

Lift steht still
Auf der Rigi ist man ähnlicher Meinung: «Nach dem Wärmeeinbruch vor zehn Tagen haben wir uns entschieden, die Pisten zu schliessen», sagt Betriebsleiter Bruno Sturzenegger. «Wir räumen jetzt ab und rüsten uns für den Sommer.» Den Aufwand für eine kurzentschlossene Wiedereröffnung erachtet Sturzenegger als «viel zu gross».

MG/DS

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Neuen Obwaldner Zeitung vom Mittwoch.