Kleine Engel singen im Kantonsspital Obwalden

Die rührende Tradition führt schon mal zu Freudentränen.

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Weihnachtsengel, Christkindli, Hirten und Könige besuchen das Kantonsspital Obwalden. Hinten ganz rechts Kathinka Gürber, neben ihr Engelsobermutter Clara Wildisen.

Weihnachtsengel, Christkindli, Hirten und Könige besuchen das Kantonsspital Obwalden. Hinten ganz rechts Kathinka Gürber, neben ihr Engelsobermutter Clara Wildisen.

Bild: PD (Sarnen, 21. Dezember 2019)

(pd/unp) Ein Christkindli, drei Könige, Hirten und Ängeli besuchten am Samstag das Kantonsspital Obwalden zum traditionellen «Weihnachtsengelen». Die 14 Kinder beglückten in selbst genähten Engelskleidern die Patientinnen und Patienten, die während der Festtage im Spital bleiben müssen und sangen im Spitalrestaurant und auf den Stationen.

Vor fast einem halben Jahrhundert hat die «Engelsobermutter» Clara Wildisen aus Sarnen die Tradition ins Leben gerufen. Seit 2015 führt Kathinka Gürber, die früher selber als Ängeli mitgesungen hat, das «Weihnachtsengelen» weiter. Vor dem grossen Auftritt probt sie drei- bis viermal die Lieder und probiert die verschiedenen Kostüme mit den Kindern an.

Mit ihrem kindlichen Charme, wunderschönen, alten Weihnachtsliedern und Gedichten zaubern die kleinen Engel weihnächtliche Stimmung und bringen Licht und Freude in jedes Zimmer. Für die Patientinnen und Patienten, die über die Festtage im Spital bleiben müssen, sind die Besuche der Kinder unglaublich berührend: «Es gibt so viele Freudentränen. Diese lösen bei den Kindern auch Fragen aus, warum diese Menschen denn weinen oder ob sie traurig sind. Oder ob sie nicht schön gesungen hätten», erzählt Kathinka Gürber. «Wir erreichen im Kantonsspital Menschen, die dies besonders brauchen.»