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KLIMASCHUTZ: Brunni-Bahnen sind die Nummer 1

Die Brunni-Bahnen in Engelberg sind ab Saisonstart das erste klimaneutrale Bergbahnunternehmen der Schweiz. Sie beziehen nicht nur ausschliesslich CO2-freie Energie, sondern kompensieren auch alle übrigen Emissionen.
Philipp Unterschütz
Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen hat Grund, sich zu freuen. (Bild: Archiv)

Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen hat Grund, sich zu freuen. (Bild: Archiv)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ obwaldnerzeitung.ch

Für die Bergbahnen stellt der Klimawandel im Alpenraum eine grosse Herausforderung dar. Die sich verändernden Umweltbedingungen sind nicht nur sichtbar – auch der Aufwand, beispielsweise für künstliche Beschneiung, steigt stetig an. Die Brunni-Bahnen Engelberg AG hat sich entschieden, einen aktiven Beitrag an den Klimaschutz zu leisten. «Gerade als Ausflugsgebiet für Familien wollen wir für die kommenden Generationen mit gutem Beispiel vorangehen», erklärt Geschäftsführer Thomas Küng. «Kinder, die heute bei uns Skifahren lernen, sollen auch in 20 Jahren hier noch Wintersport betreiben können.»

Nachdem das Unternehmen schon seit Jahren einen nachhaltigen Umgang mit Energieressourcen betreibt, ist es nun einen entscheidenden Schritt weitergegangen. Mit einer CO2-Bilanzierung aller Aktivitäten durch die schweizerische Klimaschutzstiftung Myclimate wurden die Ursachen von Emissionen identifiziert und Massnahmen zur Vermeidung und Reduzierung der Treibhausgase getroffen. Alle unvermeidbaren CO2-Emissionen – etwa für die Verpflegung der Gäste oder Treibstoffe für die Pistenfahrzeuge – werden in Klimaschutzprojekten vollumfänglich kompensiert. Damit sind die Brunni-Bahnen das erste klimaneutrale Bergbahnunternehmen der Schweiz und wurden dafür von Myclimate ausgezeichnet.

Andere Bahnen setzen auf freiwillige Zuschläge

Bereits seit fünf Jahren betreibt die Brunni-Bahnen Engelberg AG ihre Transportanlagen mit Strom aus nahezu CO2-freier Wasserkraft. Im Mai 2016 wurde auf Ristis ein Solarkraftwerk in Betrieb genommen, das im ersten Betriebsjahr 30000 Kilowattstunden Strom produzierte. Dies entspricht ungefähr der Strommenge, die für die Beschneiung der Pisten zwischen Ristis und Brunnihütte benötigt wird.

«Es gibt viele Bergbahnen, die sich für die Nachhaltigkeit engagieren», sagt Kai Landwehr, Mediensprecher der Stiftung Myclimate. Dabei basiere aber viel auch auf Freiwilligkeit der Gäste, beispielsweise wählbaren Aufpreisen bei den Billetten zur Kompensation von Emissionen. «Dass die Brunni-Bahnen den Schritt zur vollständigen Kompensation ihrer CO2-Emissionen gemacht haben, ist einmalig unter den Bergbahnunternehmen», betont Landwehr, der hofft, dass weitere Bahnen folgen werden.

Kosten werden nicht auf die Kunden abgewälzt

Auch die Brunni-Bahnen hätten sich freiwillige Aufpreise bei den Tickets überlegt. Dann bleibe aber immer noch CO2-Ausstoss übrig, sagt Thomas Küng. «Wir wollten die Kompensation konsequent über das ganze Unternehmen machen.» Insgesamt lassen sich die Brunni-Bahnen die vollständige Kompensation der CO2-Emissionen einen fünfstelligen Betrag kosten. Dieser beinhaltet den teureren Strom aus Wasserkraft, die Investitionen in Solaranlagen und die Kompensationen in Klimaschutzprojekte. Laut Myclimate haben die Brunni-Bahnen Engelberg AG 347 Tonnen CO2 in Klimaschutzprojekten kompensiert. Die Kosten werden aber nicht auf die Kunden abgewälzt. Es gibt keine Preiserhöhungen in der neuen Saison.

Klimaschutzprojekte in 30 Ländern

Myclimate gehört weltweit zu den Qualitätsführern von freiwilligen CO2-Kompensationsmassnahmen. Kunden sind Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Non-Profit Organisationen, Veranstalter, aber auch Privatpersonen. Die Kompensation von CO2-Emissionen erfolgt in derzeit mehr als 100 Klimaschutzprojekten in 30 Ländern.

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