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Kloster Engelberg investiert 4,5 Millionen ins Mädcheninternat

Nach den Knaben erhalten nun auch die Mädchen der Stiftsschule Engelberg neue Wohn- und Schlafräume. Der Umbau erfolgte nach dem gleichen Konzept, wurde aber an die spezifischen Bedürfnisse der Mädchen angepasst.
Oliver Mattmann
Betriebsleiter Beat Barmettler von der Kloster Schreinerei Engelberg erledigt letzte Arbeiten an der Einrichtung. (Bild: PD)

Betriebsleiter Beat Barmettler von der Kloster Schreinerei Engelberg erledigt letzte Arbeiten an der Einrichtung. (Bild: PD)

Gegen 20 Mädchen werden nächste Woche ins Internat der Stiftsschule Engelberg zurückkehren oder neu eintreten. Sie sind die ersten, die in modernisierten Zimmern hausen werden. Die in die Jahre gekommenen Räume sind in den vergangenen neun Monaten umfassend saniert worden, wie es in einer Medienmitteilung des Benediktinerklosters Engelberg heisst. Kostenpunkt: 4,5 Millionen Franken. Diese werden vom Kloster als Eigentümer getragen.

Der Zahn der Zeit hatte am 1863 erbauten Internatsteil genagt. Dies brachte nicht nur zum Teil unvorhergesehene statische Probleme mit sich, sondern führte zuletzt auch dazu, dass Eltern nach einem Besuch vor Ort davon absahen, ihre Tochter in Engelberg ins Internat zu schicken. Dies bestätigt der Prior des Klosters, Pater Guido Muff, auf Anfrage. «Vor allem nach der Modernisierung des Knabeninternats 2014 ist Eltern von interessierten Mädchen aufgefallen, dass die Zimmer nicht mehr zeitgemäss sind. Mit der Renovation sollte dieser Nachteil ausgemerzt sein.»

Neu ist das Internatsleben altersgemischt

Es ist daher durchaus möglich, dass der Anteil an Mädchen künftig noch mehr zunehmen wird. «In den Neunzigerjahren traten die ersten ins Internat ein. In den vergangenen Jahren ist diese Zahl mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen», freut sich Pater Guido. Im Moment lebt die Hälfte der total rund 130 Schülerinnen und Schüler der Stiftsschule im Internat.

Beim Umbau, der sich in diesen Tagen in den allerletzten Zügen befindet, sind total 35 Schlaf- und Aufenthaltsräume für Mädchen entstanden. «Im Moment werden diese nicht vollumfänglich ausgelastet. So bleiben wir zum Beispiel flexibel, ein Stockwerk mit den neuen Zimmern an Knaben zu vergeben, sollte die Nachfrage überproportional in die Höhe schnellen», betont Pater Guido. Bei der Gestaltung der Zimmer habe man sich grundsätzlich an jener der Knaben orientiert, dabei aber separaten Bedürfnissen von Mädchen Rechnung getragen wie etwa mehr Stauraum. Übernommen worden sei auch das altersgemischte Internatsleben, wie man es bereits beim anderen Geschlecht eingeführt hat. «Wir sind der Ansicht, dass dies dem Zusammenhalt unter allen Schülern zuträglich ist», erklärt der Prior. Und wie die Knaben verfügen nun auch die Mädchen über neue Studier- und Aufenthaltsräumlichkeiten.

Dem Kloster geht die Arbeit nicht aus

Mit dem Umbau des Mädcheninternats schliesst das Kloster eine grössere Reihe von Infrastrukturverbesserungen an der Stiftsschule ab. So wurden neben dem Knabentrakt in der jüngeren Vergangenheit auch die Schulzimmer und die Mensa auf Vordermann gebracht. Total wurden in den vergangenen rund zehn Jahren etwa 15 Millionen Franken investiert.

Betriebsleiter Beat Barmettler von der Kloster Schreinerei Engelberg erledigt letzte Arbeiten an der Einrichtung. (Bild: PD)

Betriebsleiter Beat Barmettler von der Kloster Schreinerei Engelberg erledigt letzte Arbeiten an der Einrichtung. (Bild: PD)

Und die nächsten Sanierungen stehen bereits an, «wenn auch nicht mehr in der gleich hohen Intensität wie zuletzt», wie Pater Guido sagt. So drängt sich mittelfristig eine Modernisierung von Physik- und Chemiezimmer auf, zudem sind Aussensanierungen bei der Turnhalle und dem Musiksaal angezeigt.

Baulich wird also weiter an der Zukunft der Stiftsschule gearbeitet. Was die Ausbildung an sich anbelangt, so hat das Kloster bereits vor Jahren vorgespurt. Das Angebot umfasst inzwischen eine zweisprachige Maturität sowie das International Baccalaureate (international anerkannter Schulabschluss), die auch fremdsprachige Kinder aus dem Ausland anlocken. Im kommenden Schuljahr werden es gemäss Pater Guido sechs Schüler sein.

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