KOMMUNALE ABSTIMMUNG OW: Alpnacher Feuerwehrlokal verlässt Gefahrenzone

Die Gefahr, dass die Feuerwehr von Alpnach bei Hochwasser nicht ausrücken kann, weil das Feuerwehrlokal selbst überschwemmt ist, wird gebannt. Die Stimmberechtigten haben eine Verlegung des Feuerwehrdepots mit 9 Stimmen Unterschied gutgeheissen.

Drucken
Teilen
Die Vorlage zur Verlegung des Feuerwehrlokals der Feuerwehr Alpnach wurde angenommen. Im Archivbild: Ein Feuerwehrauto von Alpnach. (Bild: Josef Reinhard / OZ)

Die Vorlage zur Verlegung des Feuerwehrlokals der Feuerwehr Alpnach wurde angenommen. Im Archivbild: Ein Feuerwehrauto von Alpnach. (Bild: Josef Reinhard / OZ)

Die Stimmberechtigten, von denen 44,6 Prozent zur Urne gingen, haben den neuen Standort für die Feuerwehr mit einem Ja-Stimmenanteil von 50,2 Prozent ( 909 zu 900 Stimmen) angenommen. Die Investitionen für die Verlegung von der Pfistern- an die Untere Gründlistrasse betragen netto 225'000 Franken. Die Jahresmiete beträgt 92'800 Franken, wobei die Gemeinde hofft, im Gegenzug die von der Feuerwehr dank des Umzuges nicht mehr benötigten Räume vermieten zu können.

Das heutige Feuerwehrlokal ist gemäss Gemeinderat zu klein. Das Einsatzmaterial muss in sechs verschiedenen, über die ganze Gemeinde verteilte Depots eingelagert werden. Umkleidekabinen und Duschen fehlen, es gibt nicht genügend Toiletten und keinen geeigneten Theorieraum.

Grösstes Manko des heutigen Feuerwehrlokals ist aber gemäss Gemeinderat, dass es sich im roten Gefahrengebiet befindet. Bei einem Hochwasser der Kleinen Schliere würde die Feuerwehr, die eigentlich Hilfe leisten müsste, als erstes von den Wasser- und Schuttmassen erfasst und blockiert. Der neue Standort liegt dagegen nicht in der Gefahrenzone.

Ferner hiessen die Alpnacher das Budget 2016, das mit einem Ertragsüberschuss von 230'000 Franken rechnet, mit einem Ja-Stimmenanteil von 83 Prozent gut. (sda)