KONJUNKTUR: Obwaldner Wirtschaft behauptet sich trotz Frankenstärke

Die Wirtschaft im Kanton Obwalden behauptet sich trotz Frankenstärke überdurchschnittlich gut. Die Exporte gingen laut BAK Basel in den ersten acht Monaten des Jahres nur marginal zurück. Und die Tourismusbranche konnte bei den Übernachtungszahlen trotz Euro-Effekt zulegen.

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Touristen auf dem Titlis-Gletscher im Kanton Obwalden. Die Übernachtungszahlen sind trotz der Frankenstärke im 2015 gestiegen. (Bild: Philipp Schmidli)

Touristen auf dem Titlis-Gletscher im Kanton Obwalden. Die Übernachtungszahlen sind trotz der Frankenstärke im 2015 gestiegen. (Bild: Philipp Schmidli)

Die Konjunkturforschungsstelle BAK Basel geht deshalb für Obwalden für 2015 von einer freundlicheren Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts aus als in der Schweiz insgesamt. Sie rechnet gemäss Mitteilung vom Freitag mit einem Anstieg um 1,7 Prozent.

Für 2016 rechnen die Forscher mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,1 Prozent. Die Obwaldner Baubetriebe seien gut ausgelastet. Der Höhepunkt der Bauinvestitionen im Kanton dürfte jedoch überschritten sein, heisst es in der Mitteilung.

Dank der Nahrungsmittelindustrie und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen seien die kantonalen Exporte wertmässig in den ersten acht Monaten gegenüber der Vorjahresperiode nur um 0,4 Prozent zurückgegangen. Schweizweit betrug das Minus dagegen 3,4 Prozent.

Die Obwaldner Hoteliers hingegen konnten den "Euro-Effekt" mit Hilfe der asiatischen Gäste und einer soliden Inlandsnachfrage mehr als kompensieren. Bei den Übernachtungen kam es zu einem Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote des Kantons betrug Ende September 2015 0,8 Prozent. Das war der schweizweit tiefste Wert. BAK Basel erwartet für Obwalden im gesamten laufenden Jahr ein Wachstum der Beschäftigten von 1,5 Prozent. (sda)