KONJUNKTUR OW: Obwaldner Wirtschaft im Export stark - Rückgang in der Hotellerie

Im Kanton Obwalden hat die Exportbranche die durch die Euroschwäche verursachten Schwierigkeiten gut weggesteckt. Zu kämpfen hatte im ersten Halbjahr allerdings weiter der Tourismus. Die Logiernächte brachen im Vergleich zum Vorjahr um über zwölf Prozent ein.

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Die Veränderung des BIP im Kanton Obwalden. (Bild: Grafik zvg)

Die Veränderung des BIP im Kanton Obwalden. (Bild: Grafik zvg)

Dies geht aus der am Freitag publizierten halbjährlichen Wirtschaftsprognose für Obwalden des Forschungsinstituts Bakbasel hervor. Für 2016 erwartet das Institut im Halbkanton ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 1,7 Prozent. Schweizweit soll die Wirtschaft um 1,6 Prozent zulegen.

Gut lief es in Obwalden vor allem bei den Exportherstellern von elektrischen Ausrüstungen, Gummi und Kunststoff. Mit einem Plus von 6,5 Prozent lagt die Wachstumsrate im Export in Obwalden in den ersten acht Monaten im laufenden Jahr über dem Schweizer Schnitt von 4,7 Prozent.

In einer schwierigen Situation befindet sich laut Bakbasel weiterhin das Gastgewerbe, nachdem deutlich weniger ausländische Gäste anreisten. Die Zahl der Logiernächte ging um 13,4 Prozent zurück. Gründe sind ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern, Terrorangst und strengere Visumspflichten in Europa für Chinesen.

Käme es im zweiten Halbjahr zu keinen positiven Überraschungen, dürfte die Wertschöpfung im Obwaldner Gastgewerbe im laufenden Jahr um 10,3 Prozent zurückgehen, heisst es in der halbjährlichen Wirtschaftsprognose. (sda)