Konvikt in Sarnen wird unter Schutz gestellt

Das Konvikt des Benediktinerkollegiums in Sarnen wird als Kulturobjekt von regionaler Bedeutung provisorisch unter Denkmalschutz gestellt. Der Kanton Obwalden kann damit einen Beitrag an die Restaurierung leisten.

Drucken
Teilen
Das Konvikt des Benediktinerkollegiums in Sarnen wird restauriert und unter Schutz gestellt. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Das Konvikt des Benediktinerkollegiums in Sarnen wird restauriert und unter Schutz gestellt. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Das Konvikt des Benediktinerkollegiums in Sarnen wurde bereits im Jahr 1988 als Kulturobjekt von regionaler Bedeutung inventarisiert, nach der Bereinigung des Schutzplanentwurfs über das Gebiet der damaligen Dorfschaftsgemeinde Sarnen jedoch nicht unter Denkmalschutz gestellt. Wie der Regierungsrat des Kantons Obwalden mitteilt, ist es im Rahmen der Schutzplanüberarbeitung Sarnen 2013 erneut für die Unterschutzstellung vorgesehen - diesmal definitiv.

Dachgeschoss wird ausgebaut

Das Konvikt soll ab Ende April 2011 durch die Stiftung Benediktiner-Kollegium Sarnen umfassend restauriert und für die Bedürfnisse der Schule Sarnen ausgebaut werden. Die Gemeinde Sarnen entschied sich im Jahr 2008 für die Einführung der Integrierten Orientierungsschule. Im Konvikt sollen entsprechend zwei Jahrgänge der Orientierungsschule mit rund 150 Jugendlichen geführt werden. Neben den Inputzimmern und Lernateliers werden auch Gruppenräume und Fachzimmer geschaffen. Weiter sind Räume für die Integrative Förderung sowie für die Schulsozialarbeit vorgesehen. Um die neue Nutzung im bestehenden Gebäude unterbringen zu können, wird das zweite Dachgeschoss ausgebaut.

Auch Fassade und Dach wird restauriert

Die geplante Gesamtrestaurierung des Konvikts sieht auch denkmalpflegerisch relevante Arbeiten vor: Die Restaurierung von Fassaden und Dach, den Fensterersatz, die Restaurierung des Treppenhauses und der Korridore, der historischen Parkettböden und Wandtäfer, der Türen sowie diverse Gipser- und Malerarbeiten.

Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf rund 11.8 Millionen Franken. Der bewilligte Kantonsbeitrag beträgt höchstens 292 842 Franken.

pd/bep