Korporationsversammlung
Landverkauf prägt die Rechnung der Korporation Alpnach

Die Korporation Alpnach weist einen ausserordentlichen Erfolg von 3,5 Millionen Franken aus.

Robert Hess
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Die Genehmigung der Jahresrechnung 2020 steht im Mittelpunkt der Korporationsversammlung von heute Abend, die um 20 Uhr im Pfarreizentrum Alte Post stattfinden wird. Opposition ist keine zu erwarten, denn «das vergangene Geschäftsjahr verlief für die Korporation Alpnach einmal mehr sehr erfolgreich», schreibt der Korporationsrat in seinem Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. Im Bereich der Vorjahre bewegt sich das ordentliche Jahresergebnis mit einem Gewinn von 93'000 Franken (im Vorjahr waren es 108'000).

Dazu kommt nun aber im Geschäftsjahr 2020 ein ausserordentlicher Ertrag von 3,5 Millionen Franken aus dem Verkauf eines Grundstückes an die Stiftung Betagtenheim Alpnach für den Neubau des Alterszentrums Allmend. Zusammen mit dieser Position beträgt der Jahreserfolg 2020 rund 3,59 Millionen Franken.

Rückstellung für Steuernachforderungen

Vorgenommen wurden ordentliche Abschreibungen in der Höhe von 1,25 Millionen Franken, zusätzliche Abschreibungen von 321'000 Franken sowie Rückstellungen von 350'000 Franken für den Infrastrukturunterhalt und rund 390'000 Franken als zusätzliche Rückstellung für Steuernachforderungen aufgrund des ausserordentlichen Finanzerfolges – beziehungsweise des Verkaufs des Grundstückes an die Stiftung Betagenheim. Das Vorgehen im Bereich Steuern «wurde mit einem sogenannten ‹Ruling› mit der kantonalen Steuerverwaltung abgesprochen», heisst es im Geschäftsbericht. Als direkte Bundessteuer, Kantons- und Gemeindesteuern sowie Handänderungssteuern wurden laut Geschäftsbericht total 562'000 Franken geleistet.

Im Geschäftsjahr 2020 nutzte das Forstwesen insgesamt rund 10'500 Kubikmeter Holz. Davon wurden 5688 Kubikmeter im Schadholzbetrieb, 4239 in der Schutzwaldpflege, 407 im Wirtschaftswald und 104 Kubikmeter in den Biodiversitätsprojekten genutzt. Im Geschäftsbereich Energiewesen wurden im Holzheizwerk Chilcherli rund 23'000 Kubikmeter Holzschnitzel verwertet. Davon lieferte der eigene Forstbetrieb rund 87 Prozent.

Neue Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen

Im März 2020 konnte die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Forstwerkhofs in Betrieb genommen werden. Man rechnet mit einer Jahresproduktion von 285'000 Kilowattstunden. Rund 40 Prozent des produzierten Stroms wird im Holzheizwerk als Eigenverbrauch eingesetzt.

Ein bedeutendes Ereignis waren am 1. Dezember die Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2021 bis 2024 sowie der Präsidentenwechsel. Nachfolger des 2012 gewählten Präsidenten Walter Hug wurde Urs Spichtig-Vigano. In den Korporationsrat wurden an Stelle von Walter Hug und André Wallimann neu Ueli von Atzigen und Irene Langensand-Gut gewählt. Eine ausserordentliche Korporationsversammlung genehmigte am 15. Oktober die Organisationsentwicklung «Korporation 2020 plus». Am 1. Januar dieses Jahres nahm die neu gebildete Geschäftsleitung mit Klaus Wallimann (Vorsitz), Rolf Wallimann und Daniel Hosang ihre Arbeit auf.