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Das Arvikreuz wacht wieder über Obwalden

Burglind hiess die Übeltäterin, die das Kreuz auf dem Arvi bersten liess. Dessen Erbauer errichteten jetzt wieder ein Gipfelkreuz. Seit Donnerstag können die Obwaldner wieder zu ihm aufschauen.
Marion Wannemacher
Das Arvikreuz, das einem Sturm Anfang Jahr zum Opfer fiel, ist neu gebaut und nun per Helikopter auf den Gipfel oberhalb von Kerns geflogen und installiert worden. (Bild: PD, 12. Juli 2018)

Das Arvikreuz, das einem Sturm Anfang Jahr zum Opfer fiel, ist neu gebaut und nun per Helikopter auf den Gipfel oberhalb von Kerns geflogen und installiert worden. (Bild: PD, 12. Juli 2018)

Es war ein Bild des Jammers: Da lag da das mächtige Kreuz im Schnee, hinweggerafft vom Sturm Burglind. «Ich erhielt die Nachricht per Whatsapp», erinnert sich Paul Röthlin. Der Kernser selbst hatte das Gipfelkreuz vor 26 Jahren mit zwei Kollegen und vielen Helfern auf dem Arvi auf rund 1950 Metern über Meer errichtet. Damals war er selbst junger Zimmermann. «Wir machen wieder eins», war sein erster Gedanke, den er denn auch diesen Sommer in die Tat umsetzte. Martin Küchler aus Alpnach und Albert Bucher aus Kerns, die zum damaligen Trio gehörten, waren auch wieder dabei.

Auch die Gemeinde Kerns war von Anfang an involviert. Es brauchte eine Ersatzbewilligung, die nicht lange auf sich warten liess. «Ein paar Tage, nachdem wir den Antrag eingereicht hatten, erfuhren wir, dass es klappt. Das Kreuz auf dem Arvi ist einfach das Wahrzeichen von Kerns, also sicher etwas, an dem die Gemeinde ein Interesse hat», hält Röthlin fest. Die Gemeinde habe den drei Initianten gedankt.

Das Arvikreuz, das dem Sturm Anfang Jahr zum Opfer fiel, ist neu gebaut und nun per Heli auf den Gipfel oberhalb von Kerns geflogen worden. (Bild: PD)
Das Arvikreuz, das dem Sturm Anfang Jahr zum Opfer fiel, ist neu gebaut und nun per Heli auf den Gipfel oberhalb von Kerns geflogen worden. (Bild: PD)
Helfer montieren das neue Kreuz. (Bild: PD)
Auf die getane Arbeit wird angestossen. (Bild: PD)
Vom Gipfel auf knapp 2000 Metern über Meer geniesst man eine wunderschöne Aussicht. (Bild: PD)
5 Bilder

So wurde das Kreuz auf den Berg geflogen

Die Geschichte, wie das Arvi wieder zu seinem Kreuz kam, ist ein anschauliches Beispiel dafür, was viele Helfer auf die Beine stellen können, wenn sie an einem Strang ziehen.

6,8 Meter gross und 1,5 Tonnen schwer

«Innerhalb von wenigen Tagen hatten wir alle Sponsoren zusammen. Es gab sogar Unterstützungsangebote für Fronarbeiten, die wir ablehnen mussten, weil wir bereits genügend Helfer hatten», freut sich der 52-Jährige. Was an Kosten zusammenkommt, habe er nie ausgerechnet, sagt Paul Röthlin.

Das neue Kreuz aus Tannenholz von der Korporation steht dem alten in Nichts nach, im Gegenteil: Es misst 6,8 Meter in der Höhe und ist 5 Meter breit. Die Balken von 34 auf 56 Zentimeter sind zusammengeschraubt und wiegen 1,5 Tonnen. Doch im Gegensatz zum alten ist das neue mit Holzschutzfarbe gestrichen. Eine Kupferabdeckung sorgt dafür, dass das ablaufende Wasser nicht am Fuss des Kreuzes ins Holz einzieht. Zimmerei, Malerbetrieb, Spenglerei und Sägerei sind Kernser Unternehmen.

Stolz sind die drei angehenden Kernser Zimmermänner, darunter Paul Röthlins Sohn David sowie Sandro Bucher und Ivan Bucher. Sie durften es montieren und waren auch am Aufrichten beteiligt. Weil das Kreuz so schwer ist, brauchte es einen Helikopter, der Frachten bis zu 2,8 Tonnen transportieren kann. Die hohen Kosten für dessen Einsatz teilten sich die Rotex Helicopter AG und die Kernser Firma FP Ankerprüfung Durrer GmbH.

Mehrmals im Jahr steigt Paul Röthlin auf das Arvi. Eigentlich hätte das Kreuz schon seit Ende vergangener Woche stehen sollen, der Nebel machte dem Helipiloten einen Strich durch die Rechnung. Am Donnerstag nun wurde der Flug nachgeholt, das Kreuz aufgerichtet und bei einem Helferessen in der Arvihütte gefeiert. «Die Freude ist gross, es macht einen als Zimmermann schon stolz, vom Haus aus hinaufzuschauen und das Kreuz zu sehen», sagt Röthlin.

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