KRIMINALSTATISTIK 2014: Steigende Zahl der Straftaten in Obwalden

Im Jahr 2014 hat die Kantonspolizei Obwalden 1539 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch bearbeitet. Das Entspricht einer Steigerung von 12 Prozent oder 166 Delikten gegenüber dem Vorjahr.

Drucken
Teilen
Die Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt haben 2014 weiterhin zugenommen, im Vergleich mit den Vorjahren jedoch deutlich weniger. (Symbolbild Neue LZ)

Die Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt haben 2014 weiterhin zugenommen, im Vergleich mit den Vorjahren jedoch deutlich weniger. (Symbolbild Neue LZ)

Mit den in der polizeilichen Kriminalstatistik 2014 veröffentlichen Zahl von 1539 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegen die Zahlen in Obwalden nach einem sehr positiven 2013 wieder im langjährigen Durchschnitt, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Obwalden vom Montag. Mit 42,2 Straftaten pro 1000 Einwohner liegt der Kanton Obwalden auch bei der Häufigkeit der Straftaten deutlich unter dem Schweizerischen Durchschnitt von 64,6.

Zunahme bei den Vermögensdelikten

Die Anzahl der Straftaten gegen das Vermögen ist im Vergleich zum sehr tiefen Vorjahreswert um 14 Prozent auf 969 Fälle gestiegen. Insbesondere bei den Einbruchdiebstählen ist eine Steigerung um 82 Prozent von 55 auf 100 Taten zu verzeichnen. Im gesamtschweizerischen Vergleich ist dieser Wert jedoch nach wie vor sehr tief. Vergleichsweise hoch ist hier auch die Aufklärungsquote von 20 Prozent (gesamtschweizerisch 14 Prozent).

Die schweren Gewaltstraftaten bewegen sich mit fünf wiederum im Bereich des Vorjahres. Bei den minderschweren Gewaltdelikten ist eine Zunahme von knapp 29 Prozent oder 28 Straftaten zu verzeichnen. Den insgesamt 125 minderschweren Gewaltdelikten (angewandt und angedroht) steht eine hohe Aufklärungsquote von rund 87 Prozent gegenüber.

Nachdem bei den Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt in den vergangenen zwei Beurteilungsperioden jeweils markante Anstiege zu verzeichnen waren, scheint für das Jahr 2014 ein Plafond erreicht. Der Anstieg im Jahr 2014 beträgt für den Kanton Obwalden lediglich noch 2 Prozent. Weiterhin machen die Tätlichkeiten und Drohungen den Grossteil der unter dem Titel «häusliche Gewalt» erfassten Delikte aus.

Bei den Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist mit 67 Prozent – von 83 auf 139 erfasste Straftaten – ein klarer Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Steigerung steht laut Mitteilung jedoch zum grossen Teil im Zusammenhang mit zwei erfolgreich durchgeführten Ermittlungsverfahren gegen Indooranlagen oder resultiert aus verschiedenen gezielten Schwerpunktkontrollen der Polizei. Mit 3,8 Straftaten auf 1000 Einwohner liegt der Kanton Obwalden im Bereich der Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz aber deutlich unter dem schweizerischen Wert von 9,9 und unter demjenigen der Zentralschweiz von 4,9.

pd/zim

HINWEIS
Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 des Kantons Obwalden