KRIMINALSTATISTIK OBWALDEN: Jugendgewalt nimmt zu

Drohen, zuschlagen, trinken bis zum Umfallen: Auch in Obwalden sinkt die Hemmschwelle. Die Jugendlichen bleiben im Visier der Polizei.

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Gestellte Gewaltszene in einer Unterführung. (Bild Mauela Jans/Neue LZ)

Gestellte Gewaltszene in einer Unterführung. (Bild Mauela Jans/Neue LZ)

Jugendkriminalität sowie überbordender Alkoholkonsum von Jugendlichen (mit Begleiterscheinungen wie Gewalt und Sachbeschädigung) – das sind nach wie vor zwei Bereiche, die von der Obwaldner Kantonspolizei als problematisch bezeichnet werden müssen. Dies geht aus der kantonalen Kriminalstatistik 2007 hervor. Und dies bestätigt auch Kripochef Hanspeter Durrer. «In den kommenden zwei bis drei Jahren liegt deshalb unser Schwerpunkt beim Thema Jugendgewalt», sagt er. Die Polizei beteiligt sich dabei unter anderem an der Kampagne «Jugend und Gewalt» der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP).

Hohe Dunkelziffer
Die Jugendgewalt ist zwar in Obwalden noch nicht zu einem so grossen Problem geworden wie in vielen städtischen Gebieten. «So haben wir keine schweren Körperverletzungen durch Jugendliche registrieren müssen», sagt Durrer. Man merke aber auch in Obwalden, dass die Hemmschwelle niedriger geworden sei. «Jemanden schräg anschauen das kann bereits reichen, um verprügelt zu werden.» Die Dunkelziffer also Fälle, die gar nicht gemeldet werden sei «vermutlich sehr hoch», so Durrer. Zudem beobachte man auch in Obwalden öfter, dass sich «Jugendliche bis zum Umfallen betrinken».

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung