KRITISCH: Hochwassergefahr aus Obwalden

Bei Hochwasser ist für die Stadt Luzern zentral, welches Volumen aus Obwalden zufliesst. Dieses wird ab 2021 durch einen Stollen geregelt. Darüber wird künftig verhandelt.

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Das Gebiet in Alpnach, wo die Sarneraa in den See mündet, wurde beim Hochwasser 2005 überflutet. (Bild Eveline Beerkircher)

Das Gebiet in Alpnach, wo die Sarneraa in den See mündet, wurde beim Hochwasser 2005 überflutet. (Bild Eveline Beerkircher)

Die Obwaldner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben am vergangenen Wochenende dem Hochwasserschutz-Gesetz wuchtig zugestimmt. Damit wird es auch möglich sein, den 111-Millionen- Franken teuren Entlastungsstollen zu bauen.

Dank dem Bauwerk werden bei Hochwassergefahr ab 2021 der Sarnersee sowie die Sarneraa entlastet. Die Wassermassen werden unterirdisch bis ins Gebiet unterhalb des Wichelsees geleitet. Dort werden sie in der Sarneraa kanalisiert. Dieser Bach wird entsprechend ausgebaut.

Das Wasser aus Obwalden fliesst dann schliesslich in den Vierwaldstättersee. Das heisst, auch der Pegel des grössten Zentralschweizer Gewässers wird steigen. Und das wird Folgen haben, vor allem für die Stadt Luzern. Damit die Metropole künftig nicht in den Wassermassen aus Obwalden versinkt, müssen nun Lösungen gefunden werden, wie die Volumen aus Obwalden gesteuert werden können. Erfahrungsgemäss wird das zu langwierigen und zähen Verhandlungen führen.

Christoph Riebli