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Künftig Co-Präsidium bei Obwaldner Landfrauen möglich

Der Landfrauenverband Obwalden hat seine Statuten revidiert. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen organisatorische Anpassungen.
Robert Hess
Das neue Vorstandsmitglied Fränzi Gasser (v. l.), die Präsidentin Paula Burch und das zurückgetretene Vorstandsmitglied Edith Vogler. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 30. Januar 2019))

Das neue Vorstandsmitglied Fränzi Gasser (v. l.), die Präsidentin Paula Burch und das zurückgetretene Vorstandsmitglied Edith Vogler. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 30. Januar 2019))

Traditionell geht der jährlichen Mitgliederversammlung des Landfrauenverbands Obwalden eine Andacht voraus. In Alpnach wurde diese am vergangenen Mittwoch von Pfarrer Thomas Meli und Helene Ming, Kerns, der geistlichen Begleiterin des Verbandes, mit dem Thema «Liechtblick» gestaltet und von den Jodlerinnen Sandra und Ariette Barmettler musikalisch umrahmt.

Vorstandswahlen und Statutenanpassungen waren die Hauptgeschäfte der anschliessenden Mitgliederversammlung im Pfarreizentrum Alpnach. «Die letzte Statutenänderung liegt zehn Jahre zurück», sagte Verbandspräsidentin Paula Burch-Gwerder, «und in dieser Zeit hat sich einiges verändert.» Als Berater war Treuhänder Markus Stadelmann zugezogen worden. Er stellte die wichtigsten Anpassungen vor. So kann der Verein wie bisher von einer Präsidentin und einer Vizepräsidentin oder neu von einem Co-Präsidium geführt werden, «da es künftig schwieriger werden könnte, eine Präsidentin zu finden», so Stadelmann.
Neu wird für die Vorstandsmitglieder eine Wahlperiode von vier Jahren eingeführt. Tritt in dieser Periode ein Mitglied zurück, kann eine Nachfolgerin für den Rest der Amtsdauer gewählt werden. Eine weitere Änderung betrifft das Verhältnis des Vereins zur Landfrauen Apéro-Gruppe Obwalden GmbH. Neu wird die Mitgliederversammlung als oberstes Organ von Tochtergesellschaften (z. B. die Apéro-Gruppe) ausdrücklich statuiert. Weiter wird die Ausgabenkompetenz des Vorstandes von 1000 auf 2000 Franken erhöht.

Nach sieben Jahren zurückgetreten

Die Statutenänderungen wurden von Versammlung ohne Gegenstimme genehmigt. Sie treten sofort in Kraft. Laut der neuen Wahlregelung bestätigte die Versammlung die bisherigen Vorstandsmitglieder erstmals auf eine Amtszeit von vier Jahren. Nach sieben Jahren im Vorstand hatte Vizepräsidentin Edith Vogler-Imfeld, Lungern, demissioniert. «Vor sieben Jahren hatte ich keine Ahnung davon. Ich musste vorerst lernen, erleben und Erfahrungen sammeln und so wurde die Tätigkeit in einem guten Team für mich zu einer wertvollen Lebenserfahrung.» Einstimmig wählte die Versammlung Fränzi Gasser, Lungern, als Nachfolgerin.

Zwölf Ortsvertreterinnen wurden auf vier Jahre bestätigt und fünf neue als Ersatz für Zurücktretende gewählt. Auf zwei Jahre wurden die Rechnungsrevisorinnen Madlen Küchler und Anna Britschgi bestätigt.
Nicht weniger als hundert Büffets haben die 20 Frauen der Apéro-Gruppe im 11. Jahr ihres Bestehens landauf, landab bei verschiedensten Anlässen bereitgestellt. «Es waren noch nie so viele wie 2018», berichtete Romy Barmettler. «Unsere Motivation ist, den Kunden mit einheimischen und saisonalen Produkten Freude zu bereiten.»
Genehmigt wurde ferner die Jahresrechnung von Kassierin Monika Durrer. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Ertrag von rund 37500 Franken mit einem Gewinn von 330 Franken ab. Der Verband besteht derzeit aus gut 1100 Mitgliedern.

Der Jahresbericht von Präsidentin Paula Burch zeigte auf, wie vielfältig sich das Vereinsleben im vergangenen Jahr präsentierte und welch grosse Arbeit im Interesse der Obwaldner Landfrauen geleistet wird. Von der politischen Seite her scheine nicht immer «d Sunnä is Gsicht». Die Trinkwasserinitiative und auch AP 22+ «wird uns noch stark beschäftigen». Paula Burch wünschte sich von der Politik «Stabilität und nicht alle vier Jahre in der Agrarpolitik eine Richtungsänderung und ein anderes System».

Bauern als Landschaftspfleger

Erstmals war Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler als Gast dabei. Dann und wann höre er Stimmen, so berichtete er, in die Landwirtschaft werde zu viel Geld investiert: «Wie würde sich wohl unsere schöne Landschaft präsentieren, wenn sie nicht dauernd von den Bauern sorgfältig gepflegt würde», stelle er jeweils die Gegenfrage.

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