Künstlerin weiht Sarnen per Heli

Für ein Kunstprojekt versprüht ein Helikopter eine halbe Stunde Wasser über Sarnen. Nicht alle sind vom Projekt begeistert.

Guido Felder
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Das Kunstprojekt «Manöver Sarnen» assoziiert mit Sarnen und Wasser auch etwa das Hochwasser vom August 2007. (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Das Kunstprojekt «Manöver Sarnen» assoziiert mit Sarnen und Wasser auch etwa das Hochwasser vom August 2007. (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

In den nächsten Tagen wird der Obwaldner Hauptort zu einem Zentrum der Kunst. Die 29 Absolventen des Master of Arts in Fine Arts der Hochschule Luzern werden ihre auf Sarnen zugeschnittene Abschlussarbeiten unter dem Motto «Manöver Sarnen» zeigen. Ein besonderes Projekt hat die 50-jährige Franziska Schnell aus Kriens geplant. Am Samstag, 22. Juni, 16 Uhr, wird sie einen Helikopter steigen lassen, der eine halbe Stunde lang über Sarnen kreist und 500 Liter Wasser versprüht. Das Wasser bezeichnet sie mit einer selber kreierten Formel «I†2O».

Mit der grossflächigen Besprühung möchte sie im immer wieder von Hochwasser betroffenen Sarnen eine «wohlwollende Geste vollziehen». Franziska Schnell: «In einem katholischen Ort wie Sarnen hat das Weihwasser für die Gläubigen eine starke Bedeutung. Mit meiner künstlerischen Arbeit möchte ich Fragen stellen nach der Bedeutung und der Wirkung von profanem und sakralen Wasser.»

Und die Umwelt?

In Sarnen herrschen ob der künstlerischen Aktion gemischte Gefühle. Gemeindepräsident Manfred Iten schaut dem «Manöver Sarnen» «positiv gespannt» entgegen. Auf Unverständnis stösst das Projekt bei Umweltschützern.

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