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KULTURGÜTER: Sanierte Kapelle Grafenort mit Messe und Auktion eingeweiht

Mit einem Festgottesdienst und einer Versteigerung ist am Samstag die renovierte Kapelle zum Heiligen Kreuz in Grafenort eingeweiht worden. 700'000 Franken kostete die Sanierung des fast 350-jährigen Gotteshauses des Benediktinerklosters Engelberg.
Die Heiligkreuz-Kapelle in Grafenort ist für 700'000 Franken innen und aussen restauriert worden. (Bild: Markus von Rotz (NZ))

Die Heiligkreuz-Kapelle in Grafenort ist für 700'000 Franken innen und aussen restauriert worden. (Bild: Markus von Rotz (NZ))

Abt Christian Meyer zelebrierte den Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Kapelle, Sänger der Jodlergruppe Titlis sorgten für den passenden Ton. Zahlreiche Personen waren zur Einweihung in den Weiler zwischen Wolfenschiessen und Engelberg gepilgert.

Nach eineinhalb Jahren erstrahlt die Kapelle wieder in altem Glanz. Sie war 1669 gebaut worden und bildet mit dem 1690 vollendeten Herrenhaus und dem Gasthaus ein Ensemble in Grafenort. Letztmals war die Kapelle vor 65 Jahren renoviert worden.

Das Wetter hatte der Aussenfassade der Kapelle zugesetzt, sie wurde gereinigt, mit einem Sanierputz versehen sowie mit einer Kalktünche lasiert. Die Dachschieferplatten waren beschädigt und brüchig. Das Dach wurde mit Natursteinschiefer neu eingedeckt. Auch im Innern beschädigte die Feuchtigkeit sowohl den barocken Altar als auch die Wände. Beim Altar wurden Fehlstellen retuschiert und Neuvergoldungen vorgenommen. Die Kirchenbänke wurden renoviert, die Heizung ersetzt und die Beleuchtungskörper erneuert.

Gemälde versteigert

Treibende Kraft hinter der Renovation war der Engelberger Dorfpfarrer Pater Patrick Ledergerber. «Mit den nun abgeschlossenen Sanierungsmassnahmen ist es gelungen, der Feuchtigkeit im Mauerwerk entgegen zu wirken», wird er in einer Mitteilung des Klosters zitiert.

Die Sanierung kostete 700'000 Franken. Da die Kapelle als Objekt von nationaler Bedeutung eingestuft wird, haben Bund und der Kanton Obwalden in Aussicht gestellt, zusammen rund 250'000 Franken zu übernehmen. Dazu kommen Spenden. Den Fehlbetrag von rund 100'000 Franken wollten die Verantwortlichen anlässlich der Einweihung erwirtschaften.

Daher versteigerte Abt Christian Meyer nach dem Gottesdienst vier Holztafeln. Es handelte sich dabei um die Entwürfe der farbigen Glasscheiben, die das Oktogon der Kapelle zieren. Geschaffen hatte sie der Künstler Pater Karl Stadler. Bei der Auktion kamen 2640 Franken zusammen. (sda)

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