KULTURSCHUTZ: Übung: «Waren die Sirenen wirklich nötig?»

Die Sarner Feuerwehr hat am Donnerstag erstmals den Kulturschutz-Ernstfall geprobt. Im Dorf wurde Schlimmeres befürchtet.

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Für die Übungsaktion wurde schweres Geschütz aufgefahren. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Für die Übungsaktion wurde schweres Geschütz aufgefahren. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Punkt 16 Uhr war aus dem Rathaus ein starker «Chlapf» zu hören. Wenig später drangen Rauchschwaden aus dem obersten Geschoss des historischen Gebäudes. Der «zufällig» auf dem Dorfplatz anwesende kantonale Feuerwehrinspektor Peter Gautschi informierte via Telefonnummer 117 sofort die Polizei. Wenige Minuten später war unüberhörbar, dass Polizei, Feuerwehr und Sanität mit einem Grossaufgebot an Fahrzeugen anrückten.

Mit Blaulicht und Horn
Die wenigsten Leute im Dorf wussten, dass es sich dabei «nur» um eine Alarm- und Einsatzübung handelte. «Ich habe gedacht, nun brennt es schon wieder mitten im Dorf», meinte ein Bewohner der Brünigstrasse. «Waren Blaulicht und Sirenen wirklich nötig», fragte der Mann, als er über den Grund des Einsatzes aufgeklärt wurde. Geprobt wurde der neu organisierte kantonale Kulturgüterschutz am Beispiel eines Brandes im Rathaus.

«Weil es sich um eine Alarmübung handelte, hatte ich die so genannte Ausfahrt mit Sondersignal Blaulicht und Horn bis zum Eintreffen auf dem Dorfplatz bewilligt», erklärte Feuerwehrinspektor Peter Gautschi am (gestrigen) Freitag. Er wollte nämlich genau wissen, wie viel Zeit zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr auf dem «Brandplatz» verstreicht. «Bereits nach fünf Minuten war die Feuerwehr am Ort», stellte Gautschi mit Befriedigung fest.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.