Kurhaus schliesst – 39 verlieren den Job

Hiobsbotschaft für die Belegschaft: Das Kurhaus am Sarnersee in Wilen muss Ende Oktober schliessen. Alle 39 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle.

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Das Kurhaus in Wilen schliesst. Auf dem Bild von links Receptionistin Hedy Broer, Leiteirn Edith Dürst und Direktor Markus Walker. (Bild: Adrian Venetz/Neue OZ)

Das Kurhaus in Wilen schliesst. Auf dem Bild von links Receptionistin Hedy Broer, Leiteirn Edith Dürst und Direktor Markus Walker. (Bild: Adrian Venetz/Neue OZ)

Am Donnerstag wurden die Betroffenen von Stiftungsratspräsident Hans Hofer, Direktor Markus Walker und Jürg Krummenacher von der Hochschule Luzern orientiert. An einer anschliessenden Medienkonferenz sagte Hofer, dass die 39 Personen, welche sich 24 Vollzeitstellen teilen, auf die Hiobsbotschaft «betroffen und zugleich gefasst» reagierten.

Bis zu 60 Millionen Franken nötig

Die Schule für Gemeindekrankenpflege musste ihren Betrieb bereits im Frühsommer 2010 schliessen, dies aufgrund neuer Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes. Auf dem Bruderklausenhof-Areal standen seither zahlreiche Räume leer. Die mit Abklärungen betreffend die Umnutzung beauftragte Hochschule Luzern – Wirtschaft kam zum Schluss, dass der Kurhausbetrieb den heutigen Anforderungen an Pflege und Komfort ohne grosse Investitionen – Jürg Krummenacher spricht von 47 bis 60 Millionen Franken – nicht mehr zu genügen vermag.

Verlängerte Kündigungsfrist

«Unser Ziel ist es, wirtschaftliche und persönliche Folgen der Kündigungen mit einem tauglichen Sozialplan zu mildern», erklärte Kurhausdirektor Markus Walker. Der Belegschaft wird Ende Juni gekündigt. Ihr räumt der Stiftungsrat von sich aus eine Kündigungsfrist von vier Monaten ein, und es werden zwei zusätzliche Monatsgehälter ausbezahlt.

Primus Camenzind

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.