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Ob- und Nidwaldner Wahlsplitter: Bratkäseplausch und Schmiergeld

Die Wahlen vom 20. Oktober sorgen für Spannung, Nervosität und das eine oder andere Kuriosum.
Markus von Rotz
Das Bundeshaus in Bern - Ziel der Nationalratskandidaten. (Bild: Markus von Rotz)

Das Bundeshaus in Bern - Ziel der Nationalratskandidaten. (Bild: Markus von Rotz)

Schon etwas (zu?) sicher, wer in Nidwalden bei den Nationalratswahlen das Rennen machen dürfte, war jene Person, die in der Agenda der «Luzerner Zeitung online» den Eintrag «Bratkäse-Plausch mit Nationalrat Alois Bissig» machte. Die Ergänzung Kandidat fiel wohl dem Optimismus zum Opfer.

Am CSP-Parteitag beklagte sich Luke Gasser, dass er wiederholt gefragt worden sei, ob die SVP ihm etwas dafür gezahlt hätte, dass er kandidiere. Vielleicht in der Hoffnung, dass er damit die SVP-Wahlchancen steigere? Als Präsident Sepp Stalder einwarf, «ja, das ist mir auch schon zu Ohren gekommen», war es um Lukes Gelassenheit geschehen: «Damit wird nun ein Niveau erreicht, wie man es in Obwalden nicht erwarten würde.» Gasser hat dazu nach eigenen Angaben schon mehrere anonyme Briefe erhalten. Sukkurs erhält er nun von Mit-Kandidatin Monika Rüegger. Sie schreibt auf ihrer Website dazu unter dem Titel «Pfui» folgendes. «Ich möchte namens der SVP und von mir selber ein für alle Mal klarstellen, dass es sich hierbei um reine Erfindungen beziehungsweise bösartige Unterstellungen handelt.»

«Es überrascht mich etwas, dass ich plötzlich Kandidatin bin, weil ich das nicht gesucht habe», sagte Peter Krummenacher am gleichen CSP-Abend. Indirekt liess er durchblicken, dass unsere Zeitung «schuld» sein könnte, weil wir ihn bei der letzten Vakanz auf Hinweise ansprachen, wonach er für die Regierung kandidieren wolle. Offenbar ging das Gerücht weiter herum, auf jeden Fall sei er dieses Mal von mehreren Leuten aus mehreren Parteien gefragt worden. Und zu seinem Job sagte er: «Ich bin wahrscheinlich der, der die meisten Vermögenden im Kanton Obwalden angesiedelt hat.»

«Sachä git‘s: Kann man auch in Obwalden wählen, wenn man ausserkantonal wohnt?», fragt alt Regierungsrat Niklaus Bleiker auf Twitter. Auslöser ist ein Inserat, auf welchem Urs Wellauer, Präsident des Schweizerischen Bäcker-Confiseurverbandes schreibt: «Ich wähle Marco De Col.»

Die vielen Abwesenheiten von Juso-/SP-Kandidatin Mirjam Hostetmann werden auf der Facebook-Seite der Juso Obwalden von Ruth Ettlin so kommentiert: «Wie soll man jemanden wählen, der mit Abwesenheit glänzt.» User Sven Vogler kontert: «Wenn Schüler*innen streiken, ist es nicht recht. Wenn sie in die Schule gehen auch nicht. Was von beidem kritisieren sie im Moment?»

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