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Landsgemeinde wählt Ständerat ab

An Landsgemeinden wurden oft denkwürdige Entscheide gefällt. Unvergesslich bleibt jener letzte Sonntag im April des Jahres 1982. Damals schrieb das erzürnte Landvolk Schweizer Geschichte. An diesem Föhntag lag knisternde Spannung in der Luft. Auf einen simplen Antrag aus dem Ring hin unterstand sich eine knappe Mehrheit des Obwaldner Landvolks, Jost Dillier, dem amtierenden Präsidenten des Ständerats, die Rückkehr ins Berner Stöckli zu verweigern. Daran, dass so etwas möglich wäre, hatte ausserhalb der Obwaldner Grenzen kein Mensch geglaubt. Ja, selbst die Einheimischen rechneten nicht ernsthaft mit dieser Sensation. Während Dilliers Ratskollegen in Bern – ja sogar die ausländische Presse – verständnislos, ja geradezu konsterniert reagierten, zeigten «Mann und Frau von der Strasse» in Obwalden schon fast Genugtuung über diese Demonstration des Volkswillens. Man wollte – wie es damals in Kommentaren hiess – keinen ungekrönten König im Land haben. Die Landsgemeinde hatte ihre Macht demonstriert. (cuo)

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