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LAUFSPORT: Bernerin testet in Sarnen für Berlin

Maja Neuenschwander bestreitet am Sonntag zum zweiten Mal den Switzerland Marathon light in Sarnen. Die 35-jährige Bernerin testet im Hinblick auf den Berlin Marathon ihren Formstand.
Maja Neuenschwander hat gute Erinnerungen an ihren ersten Start im Obwaldnerland. (Bild: Philipp Schmidli (Sarnen, 6. September 2015))

Maja Neuenschwander hat gute Erinnerungen an ihren ersten Start im Obwaldnerland. (Bild: Philipp Schmidli (Sarnen, 6. September 2015))

Jörg Greb

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Im Kopf von Maja Neuenschwander dreht sich derzeit vieles um den Marathon in der deutschen Hauptstadt. Am letzten September-Sonntag will die 35-jährige Bernerin in Berlin glänzen – und damit den Frühling vergessen machen. Am Sonntag nutzt sie den Switzerland Marathon light in Sarnen als Vorbereitung.

«Gute Erinnerungen» seien ein Beweggrund dafür. 2015, bei ihrer ersten Teilnahme in Sarnen, gewann sie das Rennen mit Streckenrekord (1:12:24) und holte sich so die Sicherheit für ihren Marathon-Rekordlauf (2:26:49; Rang 6) in Berlin. «Der Halbmarathon in Sarnen liegt zeitlich ideal, ich will diese Möglichkeit erneut nutzen», sagt sie. «Ich kann ohne grossen Aufwand laufen, es handelt es sich um eine Strecke, die für schnelle Zeiten gut ist – trotz des Aufstiegs im letzten Streckenviertel.» Der zweite Start ermöglicht auch einen direkten Vergleich. Erneut bereitet sich die Bernerin auf Berlin vor. Die Vorbereitung hat sie wiederum in St. Moritz absolviert. Und wieder reist sie kurzfristig ins Unterland. Dennoch sieht Neuenschwander die Ausgangslage keineswegs identisch: «2015 lief ich erholter, jetzt kann ich mir Tage des Erholens nicht leisten.»

«Wollte mit dem Kopf durch die Wand»

Dieser Unterschied liegt darin, was sich in den letzten Monaten im Läuferleben der 35-Jährigen alles abgespielt hat. Beim Frühlingsmarathon in London musste sie wegen Rückenbeschwerden aufgeben. Daraus zog sie die richtigen Schlüsse. Der Disbalance in der unteren Rückenmuskulatur begegnete sie mit gezielten Übungen – und das mit Erfolg. Neuenschwander wertet diese Entwicklung als «gutes Zeichen». Im Nachhinein sieht sie den Start am GP Bern von Mitte Mai als Fehler: «Ich wollte mit dem Kopf durch die Wand, so war das Resultat alles andere als aufbauend.»

Auf einem etwas tieferen Level als erhofft stieg sie Anfang Juni in den Aufbau im Hinblick auf Berlin ein – in bewährter Manier und in zwei mehrwöchigen Blöcken im Engadin. Sie wurde allerdings Ende Juli durch einen Magen-Darm-Infekt zurückgeworfen. «Da verpasste ich einige wertvolle Einheiten, die daraus entstandenen Defizite muss ich nun versuchen aufzuholen.» Nicht zuletzt deswegen reist sie kurzfristiger als noch vor zwei Jahren nach Sarnen. Grund ist auch ein intensiver Long-Run über 35 km von gestern Donnerstag. «Für mich ist das eine neue Situation», sagt sie, «jetzt müssen die Mosaiksteinchen noch ineinandergreifen.»

Noch zu früh für Prognosen

«Ich bin vom Zug gefallen und muss jetzt wieder aufspringen», beschreibt sie sinnbildlich ihre aktuelle Situation. «Der Halbmarathon in Sarnen wird mir zeigen, in welchen Bereichen ich in der Schlussbearbeitung für Berlin noch Akzente setzen muss.» Verständlich ist unter diesen Vorzeichen auch, dass sie sich bezüglich Zielsetzung noch keine konkreten Gedanken macht. Es sei zu früh für Prognosen, sagt sie.

Auch bei den Männern sticht ein Schweizer aus dem Teilnehmerfeld heraus: Adrian Lehmann, der Halbmarathon-Team-Europameister vom letzten Sommer in Amsterdam. Auch der Berner steuert in Berlin eine Topleistung an. Gefordert auf ihrem Weg um den Sarnersee werden die beiden einheimischen Aushängeschilder von einigen leistungsstarken Äthiopiern und Eritreern wie Helen Bekele bei den Frauen oder Temesgen Dada und Sisay Yazew bei den Männern.

Hinweis

Sarnen. Switzerland Marathon light. Sonntag: 10.00 Halbmarathon; 10.40 10-km-Lauf; 10.55 Fun-Run (4 km); ab 13.15 Klassenläufe. Nachmeldungen vor Ort nicht möglich. Start/Ziel: Seefeld. Infos unter: www.switzerland-marathon-light.ch.

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