Lawine erfasst elf Personen

Im Titlisgebiet ging am Sonntag im Bereich «Laub» eine grössere Lawine nieder. Circa elf Personen wurden erfasst, sie konnten sich mehrheitlich selber retten. Die Suche wurde nach Eindunkeln eingestellt.

Drucken
Teilen
Ein Retter mit einem Suchhund in einem Lawinenkegel. (Symbolbild Keystone)

Ein Retter mit einem Suchhund in einem Lawinenkegel. (Symbolbild Keystone)

Am Sonntagvormittag wurde der Kantonspolizei Obwalden ein Lawinenniedergang im Bereich «Laub» ausserhalb der markierten Pisten mitgeteilt. Sofort wurde eine entsprechende Suchaktion ausgelöst. Insgesamt konnten sich zehn Personen aus der Lawine selber befreien. Eine Person wurde durch die anderen Personen gerettet. Sieben dieser Personen gehörten einer geführten Gruppe an.

Ein 45-jähriger schwedischer Staatsangehöriger wurde mit mittelschweren Verletzungen durch die Rega in ein umliegendes Spital geflogen. Die anderen aus der Gruppe wurden nicht verletzt. Ein weiterer 36-jähriger Schwede begab sich mit leichten Verletzungen alleine in ärztliche Behandlung.

Der Lawinenkegel war 300 Meter breit und 800 Meter lang. Gelöst hatte sich die Lawine kurz nach 11 Uhr.

Retter auf dem Weg zum Unglücksort. (Bild: Kapo OW)
7 Bilder
Ein Retter mit seinem Suchhund im Schutzkegel. (Bild: Keystone)
Blick auf den Schuttkegel. (Bild: Keystone)
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW

Retter auf dem Weg zum Unglücksort. (Bild: Kapo OW)

Suche eingestellt

Die Suche wurde beim Eindunkeln eingestellt. Bisher liegen keine offizielle Vermisstmeldungen vor. Nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung galt für die Region zum Zeitpunkt des Unfalls die Gefahrenstufe «erheblich». Die Staatsanwaltschaft Obwalden untersucht den Vorfall.

In der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sagte die Obwaldner Staatsanwältin Sandra Christen, dass es nicht verboten sei, im Gebiet «Laub» Ski zu fahren. Man begebe sich aber auf eigene Gefahr in das Gebiet.

pd/cin/sda