LAWINEN IN SKIGEBIETEN: Im Zweifelsfall bleiben die Pisten zu

In Zermatt ist eine Familie auf der Skipiste von einer Lawine erfasst worden. Auch in Zentralschweizer Skigebieten ist ein solches Unglück nicht auszuschliessen.

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Blick auf die Lawinenstelle in Zermatt. (Bild Keystone/Kapo Wallis)

Blick auf die Lawinenstelle in Zermatt. (Bild Keystone/Kapo Wallis)

Das Unglück in Zermatt, bei dem ein Mann (66) trotz schneller Rettung seinen schweren Verletzungen erlag, ereignete sich auf einer offiziellen und gesicherten Piste. Seine Frau (60) und die Tochter (28) konnten sich aus eigener Kraft aus den Schneemassen befreien.

Unglücke dieser Art sind in der Zentralschweiz glücklicherweise sehr selten. «Im Titlisgebiet hat es das vor etwa 20 Jahren einmal gegeben», erinnert Christoph Bissig, Pisten- und Rettungschef bei der Titlis Rotair, an einen ähnlichen Fall, bei dem eine Person auf einer markierten Piste von einer Lawine erfasst wurde.

Lawinen werden vorher gesprengt
Grössere Sorgen um die Sicherheit auf den Pisten brauchen sich die Skifahrer gemäss Bissig jedoch nicht zu machen: «Wir unternehmen alles, damit die Pisten für die Skifahrer sicher sind. Dazu gehören in erster Linie die Sprengung von potenziellen Lawinen und die Sperrung der Pisten unterhalb gefährdeter Hänge.»

Pistenchef trägt Verantwortung
Die Verantwortung, wann eine Piste gesperrt wird, trägt in jedem Fall der Pistenchef. Die Entscheidung liegt allein bei ihm. Und damit ist auch klar, dass es immer eine menschliche Komponente gibt. «Wenn eine Piste eine halbe Stunde später gesperrt wird, dann kann es im schlimmsten Fall bereits zu spät sein», sagt Bissig.

Ernst Zimmerli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.