Leserbrief
Akzeptanz gegenüber Coronamassnahmen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen

Zum Artikel «Fort mit den Tischen, weg mit den Bänken», Ausgabe vom 27. Februar

Merken
Drucken
Teilen
Bis auf weiteres zu: Terrassen in den Skigebieten.

Bis auf weiteres zu: Terrassen in den Skigebieten.

Bild: Urs Flüeler/Keystone

Der Entscheid des Finanzdepartements Obwalden zur Schliessung der Terrassen in den Skigebieten spricht Bände. Nur aus rein staatspolitischen Gründen werden die Terrassen in den Zentralschweizer Skigebieten wieder geschlossen, obwohl die Erfahrungen äusserst positiv waren und auch die unkontrollierte Verpflegung neben der Skipiste immer wieder beanstandet wurde.

Mit der Schliessung der Terrassen wird nun dieser unkontrollierten Situation wieder Vorschub geleistet. Nur widersetzt sich dieser Entscheid völlig jeder rationalen Wahrnehmung. Mit bundesrätlichem Segen dürfen sich nun Menschen im Freien in Gruppen von bis zu 15 Personen zusammenrotten, aber geordnet und nur zu viert an Tischen zu sitzen, ist nicht mehr gewollt. Bislang konnte ich die Entscheide des Bundesrats mehrheitlich nachvollziehen und hatte dafür auch Verständnis. Was aber jetzt mit den Pseudolockerungen teilweise umzusetzen ist, macht ratlos.

Damit die Menschen mithelfen, die Massnahmen umzusetzen, müssen diese plausibel sein. Wird dieser Aspekt vernachlässigt, dann wird es schwierig mit der Akzeptanz. Ohne Zweifel, es ist eine Gratwanderung, ungeliebte Entscheide zu fällen und dabei die Akzeptanz zu wahren – sie sollte jedoch nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Adrian Haueter-Zumbühl, Sarnen, Kantonsrat CVP