Leserbrief
Flugbewegungen reduzieren und lärmgeplagte Anwohner entlasten

Der Obwaldner Regierungsrat sieht die Notwendigkeit, mehr gegen den CO2-Ausstoss zu unternehmen. Bei den beiden Flugplätzen Kägiswil und Alpnach hingegen sieht er «keinen Handlungsbedarf». Ein Widerspruch!

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Wie in dieser Zeitung kürzlich zu lesen war, unterstützt die Obwaldner Regierung das neue CO2-Gesetz. Der Regierungsrat argumentiert seine Haltung mit den negativen Auswirkungen des Klimawandels und ist deshalb der Meinung, dass dringend etwas gegen den CO2-Ausstoss unternommen werden muss. Nur wenige Wochen davor war in dieser Zeitung ebenfalls zu lesen, dass die Regierung keinen Handlungsbedarf bezüglich Fluglärmreduktion sieht. Für mich ist das ein Widerspruch. Offensichtlich ist es der Regierung entgangen, dass die Flugplätze Alpnach und Kägiswil mit den rund 27'000 Flugbewegungen im Jahr nicht nur Lärm, sondern auch einen grossen CO2-Ausstoss verursachen.

Wenn die Emissionsbelastungen beim Flugplatz Alpnach mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen argumentiert werden, ist das noch nachvollziehbar. Bei den rund 12'000 Flügen ab dem Flugplatz Kägiswil sehe ich diesen Nutzen aber nicht. Zum grössten Teil dient der Flugplatz Kägiswil der Hobbyfliegerei. Ein grosser Teil der Flugbewegungen sind Kreisflüge zwischen Alpnach und Sarnen, die das Gebiet massiv belasten. Der untere Kantonsteil wird aber bereits mit dem Flugplatz Alpnach sehr belastet, deshalb sollte die Fliegerei in Kägiswil dringend eingeschränkt werden. Wenn die Regierung im Zusammenhang mit dem Klimaschutz kleine Schritte fordert, wäre es zu begrüssen, wenn sie als Vorbild vorangehen würde. Beim Flugplatz Kägiswil hat sie dazu eine gute Gelegenheit, denn mit einer massiven Einschränkung der Flüge kann der CO2-Ausstoss reduziert werden und die vom Lärm geplagte Bevölkerung würde entlastet.

Andreas Albert, Kägiswil