Leserbrief
Nur so können wir auch von den Grossen fordern, ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren

Zur Abstimmung über das CO2-Gesetz.

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Spätestens seit dem verheerenden Hochwasser 2005 oder durch den massiven Rückgang des Titlis-Gletschers ist auch in Obwalden der Klimawandel direkt für jedermann sicht- und spürbar. Der Klimafonds wird insbesondere Projekte in den Berggebieten zur Anpassung an die Klimaerwärmung unterstützen – also auch in Obwalden. Klar, in den Obwaldner Bergen sind viele auf das Auto angewiesen und die zusätzlich möglichen 12 Rappen (beim bisherigen CO2-Gesetz waren es übrigens bereits 5 Rappen) werden unter Umständen bis 2030 zu spürbaren Mehrkosten führen.

Da die CO2-Abgaben jedoch durch die Krankenkassenprämien und den bereits erwähnten Klimafonds an die Bevölkerung zurückfliessen, wird sich das unter dem Strich trotzdem lohnen. Denn eines ist sicher: Nicht auf die Klimaerwärmung zu reagieren, wird uns langfristig viel mehr kosten!
Aus diesem Grund habe ich zusammen mit der CVP-Fraktion die Motion zur Erreichung von «Netto Null» im Kanton Obwalden eingereicht. Denn auch in unserem wunderschönen, kleinen Kanton ist jeder Schritt in Richtung Klimaneutralität wichtig. Nur so können wir auch von den Grossen fordern, ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren. Darum sage ich aus Überzeugung Ja zum CO2-Gesetz.

Dominik Imfeld, CVP-Kantonsrat, Sarnen