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Lieder und Juiz erfreuen die Herzen im Melchtal

Der Jodlerklub Echo vom Melchtal sorgte am Wochenende für klangvollen Jodelgenuss und einen vollbesetzten Saal. Auch eine «wilde Horde» machte beim Publikum Eindruck.
Otmar Näpflin
Der Jodlerklub Echo vom Melchtal am Jahreskonzert. (Bild: Otmar Näpflin (Melchtal, 2. November 2018))

Der Jodlerklub Echo vom Melchtal am Jahreskonzert. (Bild: Otmar Näpflin (Melchtal, 2. November 2018))

Tradition ist sehr prägend für den Jodlerklub Echo vom Melchtal, der am 1. August 1963 gegründet wurde. Folglich hätten die Jodler aus dem Bergdorf allen Grund gehabt, diesen 55. Geburtstag ausgiebig zu feiern. Doch daraus ist nichts oder noch nichts geworden. Weil die Vorbereitungen ihrer beiden Jahreskonzerte vom Wochenende Priorität genossen, ist die Geburtstagsfeier zweitrangig geworden.

«Mier sind parat»: Dieses Zitat eines Facebook-Eintrages des Jodlerklubs bewahrheitete sich vollauf. Schon vor Konzertbeginn am Freitag waren die Platzkapazitäten ausgeschöpft. Angespannt und äusserst konzentriert entboten die Melchtaler Jodler einen fein abgestimmten und klangvollen Willkommensgruss.

«Wild-Chriiter-Jodler» lassen aufhorchen

Nach dem Verklingen des «Blattischäfeler», womit die Gastgeber nochmals auf die heisse Sömmerung an der Nordflanke des Stanserhorns zurückschauten, gab sich Präsident Sepp Berwert überwältigt. Er verheimlichte nicht, dass sich der Publikumsaufmarsch motivierend auf die Interpreten auswirke, was sie im Lied «Das gid mier Muet» deutlich zum Ausdruck brachten. Prächtige Intonation erfuhren ferner Adolf Stählis «Bärgli-Jutz» und «Es Lied wo’s Härz erfreut». Auch die folgenden, sorgfältig erarbeiteten Vorträge wurden durch die «coole Truppe», wie Dirigentin Monika Ettlin ihre Frauen und Mannen liebevoll nennt, klanglich sehr differenziert dargeboten.

Die Definition des seit vier Jahren bestehenden Septetts «Wild-Chriiter-Jodler» lässt sich wie folgt erklären: Kräuterschnaps ist, mit einer Ausnahme (Zwetschgen) ihr Leibgetränk. Jodlerisch gesehen bezeichnen sie sich als «wilde Horde», weil sie weder dem eidgenössischen noch dem zentralschweizerischen Verband angehören. Ohne Statuten leben, keine Vorstandsarbeit verrichten, sich «Im Fründeschreis» treffen und nach Herzenslust jodeln ist für dieses Gefüge ausschlaggebend. Damit ist für sie «E schöne Traum» in Erfüllung gegangen. Fast alle sangen einst in Ob – und Nidwaldner Klubs mit und verfügen über reiche gesangliche Erfahrung, womit sie beachtlichen Eindruck hinterliessen. Kommt dazu, dass mit Marcel Gerig kein Unbekannter die musikalische Leitung dieser Formation innehat. Der ehemalige Bärgröseli-Dirigent präsentierte seine neueste Naturjuizmelodie «Dr Wildchriiter» als Uraufführung. Bravourös meisterte der 2. Basssänger Thomas Odermatt den in Moll geschriebenen Soloteil.

Vater und Tochter sangen aus reichhaltigem Repertoire

Aus Schüpfheim waren Firmin und Martina Zihlmann angereist. Vater und Tochter pflegen seit sechs Jahren den Duettgesang. Zusammen mit Akkordeonist Meinrad Zihlmann entboten sie etliche Kostproben aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Die Moosbuebe aus Schwyz spielten zum Tanz auf. Der Jodlerklub Frutigen, das Duett Margrit Spichtig-Hofer und Simone Aufdermauer und das Ländlertrio Arnold & Company bestritten das Samstagsprogramm.

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