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Lungerer Lehrlinge auf Spuren alter Säumer

Lehrlinge der drei Lungerer ­Unternehmen ­Gasser Felstechnik, HP Gasser und Sutter AG trafen sich zur ­gemeinsamen Projektwoche.
Tamara Odermatt
Zwischen Schönbüel und Hofstetten wurde ein Wanderweg erstellt. (Bilder: PD/Balin Imfeld)

Zwischen Schönbüel und Hofstetten wurde ein Wanderweg erstellt. (Bilder: PD/Balin Imfeld)

Die Lernenden aus den unterschiedlichsten Lehrberufen – vom Maurer, über die Kauffrau bis zum Zimmermann – bauten zusammen Wanderwege für die Allgemeinheit. Am Montag der ersten Sommerferienwoche trafen sich die Lernenden aus den drei Betrieben und wurden von Projektleiter Fredel Abegglen begrüsst. Den Jugendlichen wurden die zwei anstehenden Projekte erklärt und wichtige Sicherheitsregeln beigebracht. Nun konnte es losgehen: Die Lernenden luden ihr Werkzeug und fuhren auf den Brünig, zu den überwucherten Überresten eines wiederentdeckten Säumerweges.

Über 1000 Jahre alt soll der Säumerweg sein, der unweit der heutigen Passstrasse im Wald verlief. Eine historische Landkarte des Gebietes um den Brünig zeigt, dass der Weg eine wichtige Route für den Gütertransport nach Bern und Italien war. Martin Berweger, der Wirt der örtlichen Bergwirtschaft «Chäppeli», erzählte den Lernenden, wie hier vor langer Zeit die Säumer mit ihren Pferden und Eseln den Brünig überquerten. Dieser Säumerweg sollte nun aus der geschichtlichen Versenkung hervorgeholt und für die Öffentlichkeit begehbar gemacht werden.

Zwischendurch war auch Zeit für einen Schwatz.

Zwischendurch war auch Zeit für einen Schwatz.

Um zum Arbeitsplatz zu gelangen, durchquerten die Jugendlichen ein steiles Waldstück. In Teamwork und mit viel Handarbeit stellten sie den alten Weg Stück für Stück wieder her. Es galt für die jungen Berufsleute einige Hindernisse zu überwältigen, doch die Aufgabe wurde motiviert und erfolgreich gemeistert. Als Dank erhielten sie ein feines Mittagessen in der Bergwirtschaft «Chäppeli». Von Mittwoch bis Freitag arbeitete das bunt gemischte Team an einem weiteren Wanderweg. Mit der Gemeinde Hofstetten bei Brienz erstellten sie eine Wegverbindung zwischen Schönbüel und der Berner Gemeinde.

Nach einer halben Stunde Fussmarsch wurde die Baustelle erreicht. Der Wanderweg musste dann mit Handwerkzeugen errichtet werden, die Lernenden arbeiteten drei Tage mit reiner Muskelkraft: Je nach Lehrberuf eine kleinere oder grössere Challenge! Nach getaner Arbeit erwarteten sie zwei gemütliche und wohlverdiente Abende im Bärghuis Schönbüel.

Die Handarbeit war nicht für alle gleich gewohnt.

Die Handarbeit war nicht für alle gleich gewohnt.

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