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LUNGERN: Bärghuis erhält «rettende» Berghilfe

Der Umbau des Bärghuis auf Schönbüel war aufwendiger und teurer als gedacht. Zur Freude aller Genossenschafter unterstützt nun die Schweizer Berghilfe das Projekt mit 200000 Franken.
Christoph Riebli
So sieht das Bärghuis Schönbüel nach dem Umbau aus. (Bild: Corinne Glanzmann / OZ (Lungern, 30. August 2016))

So sieht das Bärghuis Schönbüel nach dem Umbau aus. (Bild: Corinne Glanzmann / OZ (Lungern, 30. August 2016))

Christoph Riebli

christoph.riebli@obwaldnerzeitung.ch

Genossenschaftspräsident Andreas Gasser hat vor seinem Rücktritt ein ganz spezielles Weihnachtsgeschenk für das wiedereröffnete Bärghuis auf Schönbüel eingefädelt: «Die Schweizer Berghilfe deckt die beim Umbau entstandenen Mehrkosten mit 200 000 Franken.» Diese freudige Botschaft erreichte die Genossenschafter kürzlich an der Generalversammlung in Lungern.

Ungewöhnliches Vorgehen führt zum Ziel

Ein Weihnachtsgeschenk ist es deshalb, weil die Berghilfe ihren Entscheid noch im Dezember mitgeteilt hat. Inzwischen sei auch der Unterstützungsbeitrag ausbezahlt worden, bestätigt Andreas Gasser auf Anfrage. Doch wie kam es überhaupt dazu? «Eigentlich wollten wir das Projekt von Beginn weg ohne Berghilfe stemmen», erzählt Andreas Gasser weiter. Mit 1,4 Millionen Franken Umbaukosten habe man ursprünglich gerechnet, rund 230 000 Franken mehr seien es am Schluss geworden. Denn als sich die Handwerker ans Werk gemacht hätten, seien «Zeitbomben» zum Vorschein gekommen – «wir hatten zwar mit Mehrarbeiten gerechnet, aber nicht mit so etwas». Gemeint sind etwa die Rohrleitungen für die Heizung, das Wasser und Abwasser – allesamt in desolatem Zustand. Hätte man einfach die Wände neu verputzt und die Böden frisch verlegt, hätte man in zwei, drei Jahren eine böse Überraschung erlebt, ist Gasser überzeugt. «Wir mussten gezwungenermassen alles neu machen.»

Nicht zuletzt wegen der konzeptionellen Ausrichtung des Bärghuis – Stichwort: sanfter Tourismus – ging man im September 2016 mit einem Unterstützungsgesuch die Schweizer Berghilfe an – obwohl diese normalerweise keine fertiggestellten Projekte unterstützt, sondern planerisch mitwirken möchte. «Unsere Vorgehensweise war alles andere als üblich, doch wir konnten mit unserem Konzept überzeugen», ist Gasser stolz. Dies nach vielen Besprechungen und einer Begehung auf dem Lungerer Hausberg.

Bis zu 250 Leute auf dem Winterberg

Und wie lief die erste Wintersaison? «Wenn man bedenkt, dass es unsere erste war, kann man von einem Erfolg sprechen», bilanziert der abtretende Genossenschaftspräsident. Man dürfe mit Stolz feststellen, dass die Leute auch ohne Sesselbahn und trotz Schnee den Weg auf den Berg unter die Füsse oder die Tourenski nehmen. Das sei natürlich auch das Verdienst der neuen Lun­gern-Turren-Bahn. «An Spitzentagen waren bis zu 250 Leute oben. Zum Teil war es fast schon abartig.» Einzig bei den Übernachtungszahlen habe man noch ein wenig Aufholbedarf. Mit Blick auf die Sommersaison hin zeige sich aber ein besseres Bild.

Zu seinem Rücktritt sagt Andreas Gasser: «Ich habe das Projekt seit vier Jahren betreut, besonders die letzten beiden waren sehr intensiv.» Praktisch die gesamte Freizeit sei dafür draufgegangen. «Das hat Kraft gekostet.» So gesehen sei der Zeitpunkt gut, um neuen Leuten mit neuen Ideen Platz zu machen. «Jetzt geht es in die richtige Betriebsphase, da tut frischer Wind gut.» Angedacht sei etwa, dass das Bärghuis künftig verpachtet und nicht mehr in Eigenregie geführt werde.

An der GV ebenfalls zurück- getreten sind Vizepräsidentin Antonia Ming und Finanzchef Sepp Amgarten. Urban Ming wurde als neuer Präsident gewählt. Neu hinzu kam auch Gaby Zumstein, die den Vorstand mit André und Peter Gasser wieder komplettiert.

Hinweis

Das Bärghuis Schönbüel hat, sofern es die Verhältnisse zulassen, bis am Ostermontag, 17. April, freitags, samstags und sonntags geöffnet. Mehr Infos im Internet: www.berghaus-schoenbueel.ch

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