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LUNGERN: Bärgsee-Jodler offerierten «Lungerer Choscht»

Der Lungerer Jodlerabä war von gesanglichen und sprachlichen Rosinen geprägt. Mit Luke Gasser hatte die Programmführung eine prominente Persönlichkeit.
Heimspiel: Der Lungerer Jodlerklub Bärgsee begeistert mit seinen Darbietungen. (Bild: Otmar Näpflin (Lungern, 29. April 2017))

Heimspiel: Der Lungerer Jodlerklub Bärgsee begeistert mit seinen Darbietungen. (Bild: Otmar Näpflin (Lungern, 29. April 2017))

Seit Jahren wird die Halle der HP Gasser AG Membranbau in der Walchi durch die Jodler in ein Konzertlokal umgewandelt. Bis es auch heuer so weit war, bedurfte es eines Kraftakts des gastgebenden Jodlerklubs Bärgsee, der eine beträchtliche Mehrarbeit auf sich nahm. Denn die Beschaffung der benötigten Infrastruktur machte eine logistische Meisterleistung notwendig. Damit verschaffte man der sympathischen Konzerteinladung «Willkumm zionis» klare Nachhaltigkeit.

Die 650 Besucher am samstäglichen Konzertabend unter dem Motto «Miär Jodler vo Lungrä» bekundeten also auch ihre Verbundenheit mit den 24 Jodlern vom Bergdorf, die neben handwerklichem Geschick auch über ausgezeichnetes Gesangspotenzial verfügen.

Schon der Konzertauftakt mit Neldi Mings «Dr Bärgheuwer» verriet, dass der Pflege des Naturjodels grosse Beachtung geschenkt wird. «Dachdecker-­Juiz», «Dr Undermösler» und «Hohmad-Juiz» hiessen weitere erstklassige Vorträge. Wer möchte nicht einmal «We d Schwälbeli i Süde ziäh» (Adolf Stähli) und die Winterzeit in südlicher Sphäre verbringen? Für alle Reisefreudigen und so auch für die Lungerer Jodler ein absolut realisierbarer Traum – wenn da nicht das jodlerische Bekenntnis wäre, dass es keinen schöneren Platz zum Wohnen gebe als hierzulande. Eine echte Hemmschwelle also, die es zu überwinden gälte. Die Hymne auf Lungern endete schliesslich mit Reto Stadelmanns «Bärgandacht». Mit Inbrunst sangen die Bärgsee-Jodler «Herrgott, hesch Dui d Wält scheen gmacht» und ernteten verdienten Beifall für ihre gesangliche Topleistung.

Unverfälschter Ürnerdialekt sorgte für Farbtupfer

Elmar Ming amtet seit dem 14. Januar 2017 als neuer Präsident und überbrachte erstmals und gekonnt seine Grussbotschaft. Wie Musik Menschen verbindet, bewies das seit Monatsfrist bestehende Alphorntrio Chrütz­höckler. Der Erstlingsauftritt von Jodlerdirigent Remo Freiburghaus, zusammen mit seinen Musikkollegen Erich Unternährer und Gregor Kunz aus Hergiswil LU, gelang ganz gut. Hinter dem Jodlercheerli Drunder und Druber ist ein einheimisches Jodlerseptett auszumachen, das seit Januar 2017 probt. Was die sangesfreudige Kleinformation in so kurzer Zeit zu Stande brachte, darf sich hören lassen. Deutlich mehr Bühnenerfahrung brachte der Gastklub aus dem Urnerland, die Tällebüebe (Leitung: Rolf Lee) aus Attinghausen, mit. Die fünfzehn Mannen sorgten mit ihrem optischen Erscheinungsbild und unverfälschtem «Ürnerdialekt» für Farbtupfer. Jeder von ihnen ist «E Jodler» mit Herzblut, was sie gemeinsam im gleichnamigen Lied bewiesen, und unterstrichen mit «Frinde well wer si» (Ewald Muther) Jodlerfreundschaft. Spezielles Interesse weckte «Dr Uri­stier», den die Tellensöhne vortrugen und das Hornvieh nach Urner Art brüllen liessen. Ein Kompliment verdienten sich auch Luke Gasser für seine kompetenten Ansagen und das Ländlertrio Wilti-Gruess für seine lüpfigen Weisen.

Otmar Näpflin

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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