LUNGERN: Bald den Hauptpreis an der Angel?

Wer im Lungerersee den Köder auswirft, hat nicht nur Chancen auf einen Forellenfang, sondern auch auf drei Tage Entspannung in Österreich.

Adrian Venetz
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Auf Fischer am Lungerersee wartet eine besondere Aktion. Bild: Adrian Venetz (26. Februar 2016)

Auf Fischer am Lungerersee wartet eine besondere Aktion. Bild: Adrian Venetz (26. Februar 2016)

In den kalten Wintermonaten herrscht etwas Flaute am Lungerersee. «Nur die hartgesottenen Fischer gehen bei diesen Tem­peraturen an den See», sagt Willy Walker, Fischereiverantwortlicher im Fischerparadies. Mit einer speziellen Aktion will man nun mehr Angler an den See locken. «Wir werden am 9.  März drei grosse Regenbogenforellen – etwa 50 bis 60 Zentimeter gross – einsetzen. Diese sind speziell markiert. Wer einen dieser Fische fängt, erhält einen Preis», erklärt Walker. Der Hauptpreis: ein Gutschein für zwei Übernachtungen und drei Tage Fischen im österreichischen Galtür. «Markiert werden die Fische mit einer speziellen Klammer an den Kiemen.» Diese Methode sei bewährt und werde auch für wissenschaftliche Zwecke genutzt.

Drei Forellen im grossen Lungerersee – hat man da überhaupt eine Chance auf Erfolg? «Durchaus», sagt Willy Walker. «Wir haben eine sehr hohe Wiederfangquote. Und so grosse Fische gehen nicht einfach verloren.» Damit das Fischerparadies seinen Namen verdient, werden monatlich fangfähige Fische ausgesetzt. «Momentan sind rund 3 Tonnen im See – also etwa 7000 bis 8000 Forellen», sagt Walker. Am 9. März folgt eine weitere Ladung von 1,2 Tonnen. 2016 wurden rund 35 Tonnen ausgesetzt und 32 Tonnen gefangen. Über 16 000 Tagespatente wurden gelöst. Auf diese wird eine kleine Depotgebühr erhoben – so kann das Fischerparadies ziemlich genau Buch darüber führen, wann wie viele Fische aus dem Wasser gezogen wurden. Ein Tagespatent kostet für Erwachsene 35 Franken. Ausgesetzt werden ausschliesslich fang­fä­hige Fische und keine jungen Exemplare – so verhindert man, dass eher unerfahrene Fischer gegen Tierschutzvorschriften verstossen.

Im Winter sind die Fangchancen übrigens nicht schlechter als im Sommer – im Gegenteil. «Forellen mögen warmes Wasser nicht besonders», erklärt Walker. «Wenn die Wasseroberfläche im Sommer warm ist, sind die Forellen bevorzugt in einer Tiefe von 20 bis 30 Metern und deshalb schwerer zu fangen.» Im Winter aber seien mehr Fische an der Wasseroberfläche anzutreffen.

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

www.fischerparadies.ch