LUNGERN: Die Deponie Mutzenloch Nord soll erweitert werden

In Lungern soll die Kapazität der Deponie Mutzenloch Nord mehr als verdoppelt werden. Der Obwaldner Regierungsrat hat die Erweiterung gutgeheissen. Im Gegenzug wird die Deponie Mutzenloch Süd geschlossen und rekultiviert.

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Die Deponie Mutzenloch Nord soll auf eine Kapazität von 480'000 Kubikmeter erweitert werden. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Die Deponie Mutzenloch Nord soll auf eine Kapazität von 480'000 Kubikmeter erweitert werden. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Wie der Regierungsrat am Montag mitteilte, soll die Deponie Nord, die zur Zeit eine Kapazität von 210'000 Kubikmeter hat, auf eine Kapazität 480'000 Kubikmeter erweitert werden. Die heutige Deponie ist zu 85 Prozent ausgeschöpft.

Das geplante Deponieprojekt betrifft gemäss des Berichts der Regierung an den Kantonsrat eine Fläche von rund 3,3 Hektaren. Je hälftig entfällt die Fläche auf Landwirtschaftsland und Wald. Ein Ferienhaus muss abgebrochen werden.

In der Deponie Nord soll unverschmutztes Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial abgelagert werden. Auch Material, das bei Unwettern anfällt, soll dort zwischengelagert werden können. Jährlich dürften 15'000 bis 20'000 Kubikmeter Material anfallen, wie es im Bericht der Regierung heisst. Damit würde der Betrieb rund 15 Jahre dauern.

Voraussetzung für den Betrieb der Deponie Nord ist die Zusicherung der Betreiberin, der Gasser Felstechnik AG, die Deponie Mutzenloch Süd zu schliessen und zu rekultivieren. Bei einer Einsprachverhandlung sei vereinbart worden, dass der Deponiestandort Süd ab Inbetriebnahme der Deponie Nord innert zwei Jahren zu rekultivieren sei, heisst es im regierungsrätlichen Bericht.

Mit der Erweiterung der Deponie Mutzenloch Nord wird das obere Sarneraatal nach Angaben des Regierungsrates über genügend Deponieraum verfügen. Ein Abtransport des Materials nach Sarnen oder Kerns wäre unökologisch.

Der Nutzungsplan und das Nutzungsreglement für die Deponie Mutzenloch Nord wird am 14. April vom Kantonsrat behandelt. (sda)