Lungern erhält 20 neue Hotelzimmer

Über 500 Personen wollten am Tag der offenen Tür Emma’s Hotel Bed and Breakfast sehen.

Robert Hess
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Pächterin Barbara Caluori freut sich über die Küche mit Retro-Look im Frühstücksraum.

Pächterin Barbara Caluori freut sich über die Küche mit Retro-Look im Frühstücksraum.

Bilder: Robert Hess (Lungern, 1. Dezember 2019)

Aus der «Marienburg», der Dependance des 2017 abgerissenen Kurhauses und Parkhotels St.Josef in Lungern, ist nach einer Umbauzeit von rund zwei Jahren Emma’s Hotel Bed and Breakfast entstanden. Das Raumangebot umfasst 20 Zimmer für zwei bis vier Personen sowie drei rollstuhlgängige Ferien-Apartments, die alle mit einem Lift erschlossen sind. Im Untergeschoss befinden sich die Küche und Kaffeebar, der Frühstücksraum sowie Toiletten. Auch einige Gratisparkplätze sind vorhanden.

Emma's Hotel Bed and Breakfast in Lungern ist am 1. Dezember mit einem Tag der offenen Türe eröffnet worden.

Emma's Hotel Bed and Breakfast in Lungern ist am 1. Dezember mit einem Tag der offenen Türe eröffnet worden. 

Rund 550 Personen aus der Region diesseits und jenseits des Brünigs folgten am Sonntag der Einladung zum Tag der offenen Tür, der mit Lungerer Bratkäse «garniert» war. Keine Frage, dass sich Pächterin Barbara Caluori sehr über dieses grosse Interesse freute. Die 40-jährige Reise- und Gastrofachfrau, die heute in Lungern wohnt, ist in Chur geboren und aufgewachsen und war weltweit unterwegs. «Stolz bin ich», sagte sie, «dass ich bei der Gestaltung der Zimmer und anderen Räumen auch eigene Ideen anbringen konnte.»

Nach der Idee von Pächterin Barbara Caluori: Die «Welt » im Zimmer.

Nach der Idee von Pächterin Barbara Caluori: Die «Welt » im Zimmer. 

Freude über das neue Bettenangebot herrscht auch beim Tourismusverein Lungern. «Das ist eine Supersache», meinte Präsident Christian Halter. Neben Touristen und Passanten könnten beispielsweise auch auswärtige Monteure und Spezialisten profitieren, die bei einheimischen Unternehmen während mehrerer Tage im Einsatz stehen.

Auf besonderes Interesse stiess am Sonntag der Check-in-Automat im Vorraum des Haupteinganges auf der Bahnhofseite. Dort können sich die angemeldeten Gäste selber einchecken oder bei Verfügbarkeit, auch während der Nacht, selber ein Zimmer buchen, wenn die Rezeption geschlossen ist. Selbstverständlich müssen am Automaten alle geforderten Formalitäten erfüllt und das Zimmer mit der Kreditkarte bezahlt sein, bevor der Gast die Schlüsselkarte erhält. Die öffentlichen Räume sind zudem videoüberwacht.

Rund 20 Millionen Franken investiert

Die gesamte Überbauung am ehemaligen Standort des Hotels St.Josef wird von der ZIB Immobilien AG realisiert. Diese besteht aus den Unternehmern Joe Zumstein, Hugo Imfeld und Bruno Birrer. Vergangene Woche gaben die Unternehmer bekannt, dass Hugo Imfeld den Bereich Emma’s Hotel von der ZIB Immobilien AG herausgelöst und käuflich erworben hat.

Hotelbesitzer Hugo Imfeld und Pächterin Barbara Caluori freuen sich über das gelungene Werk.

Hotelbesitzer Hugo Imfeld und Pächterin Barbara Caluori freuen sich über das gelungene Werk.

Weiter hat Joe Zumstein das Haus mit den acht altersgerechten Mietwohnungen von der ZIB Immobilien AG gekauft. «Dieses Vorgehen war von Anfang an geplant», erklärte Joe Zumstein. Erstellt werden seit April 2018 eine Tiefgarage, vier Mehrfamilienhäuser sowie die zum Emma’s Hotel Bed and Breakfast umgebaute ehemalige «Marienburg». Alle Wohnungen haben Zugang zur Tiefgarage. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 20 Millionen Franken.

In Betrieb ist seit längerem die Tiefgarage mit 52 Parkplätzen, die je eine Breite von 2.75m aufweisen und «somit sehr grosszügig ausgelegt sind», betonte Unternehmer Bruno Birrer. Geplant wurde die Überbauung von der Burch und Partner Architekten AG aus Sarnen.

Verkauft und zum Teil bereits bezogen sind die 22 Eigentumswohnungen in drei Häusern. Die gesamte Überbauung wird abgeschlossen sein, wenn im August nächsten Jahres das vierte Haus mit den acht altersgerecht ausgestatteten Mietwohnungen erstellt ist. Die gesamte Überbauung auf einem Areal von 5300 Quadratmetern ist an den Wärmeverbund Lungern angeschlossen.