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LUNGERN: Erst gehts in die Tiefe, bald in die Höhe

Fort sind Gerümpel und schäbige Büros: Bei der Talstation der Lungern-Turren-Bahn wird fleissig gearbeitet. Wann die neuen Gondeln kommen, ist aber noch offen.
Die Bauarbeiter sind bereits fleissig am Werk: Hier entsteht das neue Verwaltungsgebäude der Lungern-Turren-Bahn mit Wohnungen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die Bauarbeiter sind bereits fleissig am Werk: Hier entsteht das neue Verwaltungsgebäude der Lungern-Turren-Bahn mit Wohnungen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Es geht vorwärts mit den Bauarbeiten rund um die Lungern-Turren-Bahn (LTB). Derzeit sind die Bauarbeiter bei der Talstation beschäftigt. Hier entsteht das neue Betriebs- und Verwaltungsgebäude mit Wohnungen. Die Abbrucharbeiten haben Mitte August begonnen und sind bereits abgeschlossen. Der alte Eingangsbereich mit Warteraum und Büros wurde komplett entfernt. Einzig das Talstation-Gebäude bleibt stehen und wird saniert.

Design für die Gondeln in Arbeit

«Etwa 15 bis 20 Bauarbeiter sind vor Ort», sagt der Alpnacher Bauplaner Stini Kiser bei einem Rundgang mit unserer Zeitung. Das Untergeschoss (Beton) des neuen Gebäudes steht bereits. Mitte November sollen die oberen Etagen (Holz) inklusive Dach fertig gestellt sein. Bis Ende April 2016 folgt die Infrastruktur für den Bahnbetrieb mit Warteraum und Büros. Der geplanten Eröffnung der Bahn am 30. April stehe aus heutiger Sicht nichts im Weg, so Stini Kiser.

Von der alten Seilbahn bleiben nur die Seile und Masten stehen. Die Steuerung wird komplett erneuert. Um diese Arbeiten kümmern sich die Garaventa-Seilbahnbauer. Sie produzieren auch die zwei neuen Gondeln. Wann diese geliefert werden, ist noch offen, derzeit arbeitet man noch am Design.

Bereits angelaufen ist auch der notwendige Aktenverkehr mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) in Bern. Hier gehe es vor allem darum, die Seilbahn-Konzession der alten Betreibergesellschaft auf die LTB AG zu übertragen und für die nächsten 25 Jahre zu erneuern, wie LTB-Sekretär Stephan Wagner erklärt. Dazu müssen verschiedenste Dokumente, beispielsweise ein Betriebs- und Bergungskonzept, vorbereitet werden. Auch hier sei man auf gutem Weg, sagt Stephan Wagner. «Die Zusammenarbeit mit dem BAV funktioniert gut.»

Gearbeitet wird bald auch in der Höhe, im Umkreis der Bergstation Turren. Abgesehen von der Bergstation, die saniert wird, werden sämtliche alten Gebäude abgerissen. Vergangene Woche wurde das Baugesuch für eine 1,2 Kilometer lange Trinkwasserleitung und die Kanalisation mit einer Kleinkläranlage eingereicht. Die Grabarbeiten sollen noch im Herbst erfolgen.

Neuer Aussichtspunkt

Der Baustart für das neue Berghaus auf Turren folgt voraussichtlich im nächsten Jahr. Wie die LTB AG bereits im Sommer angekündigt hatte, wird das Berghaus erst nach der Bahneröffnung seinen Betrieb aufnehmen. Der genaue Eröffnungstermin ist allerdings noch nicht bekannt.

Auf dem Turrengrat entsteht zudem ein Aussichtspunkt mit Sitzgelegenheiten und Feuerstellen. Der Aussichtspunkt ist über einen kleinen Fussweg von der Bergstation aus in kurzer Zeit erreichbar, wie von Stephan Wagner zu erfahren war.

Abbruch der Sesselbahn

Ende Juli war bekannt geworden, dass der Alpnacher Unternehmer Theo Breisacher knapp 9 Millionen Franken in die Hand nimmt, um die Seilbahn von Lungern nach Turren zu retten und auf Turren ein neues Berghaus zu bauen. Man habe seither viele positive Reaktionen erhalten und sei auf gutem Weg, sagt Stephan Wagner.

Nichts zu tun hat die LTB AG mit den übrigen Transportanlagen (Sessellift Turren–Schönbüel sowie Skilifte Höch Gumme und Oberalp). Diese Anlagen werden von der Teilsame Lungern-Obsee als Landbesitzerin abgebaut und – falls möglich – verkauft. Das Gesuch für den Rückbau war am 10. September im Amtsblatt publiziert. Man warte nun auf die Bewilligung, sagte Teilsame-Präsident Hansurs Bürgi auf Anfrage.

Adrian Venetz

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