LUNGERN: Fasnacht: Jüngste blasen zur Revolution

Kleine Narren, grosse Verkleidungen: Die Fasnächtler liessen sich zum Motto «(R)evolution» einiges einfallen.
Birgit Scheidegger
Macht der kleine Pirat wohl den Lungerersee unsicher?

Macht der kleine Pirat wohl den Lungerersee unsicher?

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

In der 5. Jahreszeit ist für ein paar Tage alles anders: Da gibt es Polizisten, die noch am Daumen nuckeln, und Löwen, die Windeln tragen. Rund 120 kleine und grössere Fasnächtler hüpften zur Guggenmusig, schwangen ihre Säbel und warfen tütenweise Konfetti um sich. Ob als Erdbeere, oder als Feuerwehrmann, ob mit riesigem Ohrgehänge oder bunten Haaren, die Fantasie der Kostüme war ausschweifend und passte zum Motto «(R)evolution». Während für die kleineren Kinder musikalisch die «Oma mit dem Motorrad durch den Hühnerstall fuhr», gab es für die Teenager eine Disco mit Lichtblitzen und schummriger Beleuchtung. Schrill, laut und bunt muss es an der Fasnacht sein.

Seit vielen Jahren sind die Lungerer Häxen für die Organisation verantwortlich, deshalb war das Hexen-Kostüm wohl die häufigste Verkleidung am Donnerstag im Schulhaus Kamp. Doch auch hier gab es Unterschiede: Während die grossen Hüte sich noch ähnelten, waren die Haare einmal grün, einmal rot, oder sogar violett. Dem kleinen Feuerwehrmann oder den Kühen war dies allerdings egal. Für sie war das Streuen und Einsammeln von Konfetti, den bunten Papierschnipseln, die an der Fasnacht nicht fehlen dürfen, und die oft noch wochenlang später irgendwo haften, das grosse A und O.

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