LUNGERN: Fischer freuen sich auf «richtiges» Haus

80 Jahre lang produzierten hier Turbinen Strom. Nächstes Jahr ziehen die Fischer ins ehemalige Kraftwerksgebäude. Dort soll es auch ein Bistro geben.

Matthias Piazza
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Hier ziehen bald die Fischer ein: Robert Durrer vom EWO in der Kraftwerkzentrale Kaiserstuhl. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Hier ziehen bald die Fischer ein: Robert Durrer vom EWO in der Kraftwerkzentrale Kaiserstuhl. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die Kraftwerkshalle, wo früher die Turbinen des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO) ihre Arbeit verrichteten, ist leergeräumt. Kaum noch etwas erinnert an die frühere Aufgabe des denkmalgeschützten Steinbaus. Seit das EWO im vergangenen Mai die neue Maschinengruppe im Kraftwerk Unteraa in Giswil in Betrieb genommen hat, wird die Anlage in Kaiserstuhl für die Stromproduktion nicht mehr gebraucht.

Das freut die Fischer des Lungerersees. Sie haben grosse Pläne mit dem leer stehenden Gebäude. Die Lungerersee AG als Betreiberin des Fischerparadieses hat das Haus vom EWO gemietet und baut es nun für ihre Bedürfnisse um. Ende September traf die Baubewilligung ein. Im November beginnt der Innenausbau. «Geplant ist eine komplette Infrastruktur mit allem, was das Fischerherz begehrt», erzählt Daniel Ming, Verwaltungsratspräsident der Lungerersee AG. Konkret sind ein rund 100 Quadratmeter grosser Laden mit Fischereibedarf, ein Bistro, Büros und WCs, welche von allen Tagesgästen benutzt werden dürfen, geplant. In einem separaten Raum können Fische gewaschen, filetiert und tiefgefroren werden. Im April 2014 soll das Gebäude bezugsbereit sein.