LUNGERN: Flocken, Nebel – und ein Farbenmeer

Trüb und grau? War nur das Wetter. Die Lungerer trotzten dem Schneefall und brachten alle Farben an ihre Dorffasnacht.

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Wirksamstes Rezept gegen das graue Schneetreiben: ein Griff in den riesigen Konfettisack. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Wirksamstes Rezept gegen das graue Schneetreiben: ein Griff in den riesigen Konfettisack. (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Bei Umzugsbeginn wars in Lungern zwar neblig und trüb, aber noch halbwegs trocken. Nach wenigen Minuten aber zogen die bunten Fasnachtswagen durch dichtes Schneegestöber. Doch kein Grund für die Lungerer, ihre Dorffasnacht nicht anständig zu zelebrieren. Und so mischten sich die weissen Flocken, die vom Himmel fielen, rasch mit einem farbigen Konfettiregen, der aus den Kinderhänden fiel. Das Motto in Lungern hiess «Nid ich, sondern mii(s) ??!?». – Was damit genau gemeint ist, wissen wohl nur die Lungerer selbst. Aber auch die Gäste aus Nah und Fern hatten sichtlich Spass am bunten Treiben. Glück hatte, wer an der Spitze der langen Autokolonne stand, die sich eingangs und ausgangs des Dorfes bildete, und so auch etwas von der Lungerer Fasnacht mitbekam.

Musikalisch begleitet wurde die Dorffasnacht von den Lungerer Gibelguugern und der Gumulu. Schnee und Kälte hatten auch ihr Gutes: Nach dem Umzug trafen sich die Lungerer umso lieber zu einem heissen Tee in der Festwirtschaft.

Adrian Venetz