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LUNGERN: Gemeinderätliche Sparwut im Fokus

Will man den Fasnächtlern glauben, steht die Gemeinde kurz vor dem «Staatsbankrott». Da wären denn Münzenfunde mehr als willkommen.
Romano Cuonz
In Lungern wütete der Rotstift. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

In Lungern wütete der Rotstift. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

«Tätärääää, bumm, bumm und rädäbäng!» Den Auftakt zum hübschen kleinen Fasnachtsumzug durchs Dorf am Bergsee machen traditionsgemäss die Lokalmatadoren von der Gumulu. Betrachtet man ihre sündhaft teuren, echten Pelzjacken und -schuhe, mag man gar nicht so recht glauben, welch traurige Botschaft einem die dörflichen Fasnächtler sonst so vermitteln: Da werden auf einem Wagen im Zuge rigoroser Sparmassnahmen Salz, Stiefel, Schneeschaufeln und Gamaschen zu Spottpreisen veräussert. Und gleich daneben setzt ein Ratsherr einen mehr als mannshohen Rotstift an. «Entfacht hat diese fasnächtliche Volkswut ein seltsamer Beschluss des Gemeinde­rates. Wagte der es doch, ausgerechnet am Tage des Adventsmarktes beim Schneeräumen und Salzen Sparmassnahmen zu treffen!», schimpft Peter Schallberger, der hoch auf dem Sparwagen thront.

Bild: Romano Cuonz / Neue OZ
Bild: Romano Cuonz / Neue OZ
Bild: Romano Cuonz / Neue OZ
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Bild: Romano Cuonz / Neue OZ
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10 Bilder

Umzug Lungern

Eine wortwörtlich glänzende Idee verkündet eine andere Gruppe: «Münzenfund! Machen wir den Schönbüel gesund!» Doch das geht dann nicht ganz auf. Bei genauerem Hinsehen sind die neu gefundenen Münzen aus Schokolade, derweil die echten bereits im Museum schmoren. Auch das Mitteilungsblatt «Lungern informiert» macht die Sparwut zum Thema: Statt magere Ratsherren posieren im Gemeindehaus sexy Busenwunder. Müde, einfach nur müde sind, trotz geregelter Bürozeiten, Ueli Maurers Schweizer Kampfjet-Piloten, sodass sie in Lungern ihre berühmt-berüchtigte Mittagsruhe gar noch etwas ausdehnen.

Bauernaufstand gegen Federer

Auch Regierungsrat Paul Federer muss heuer Federn lassen. Weil er den Lungerern den Bau eines Wasser-«Trogs» für ihr Vieh auf Alp Breitenfeld aus Umweltschutzgründen nicht bewilligt hat, wird nun an der Fasnacht zum «Bauernaufstand» gerüstet. Nach der Devise: «Wasser miends äim gä!»

Ja, die Herren im Sarner Unterland haben wahrlich nichts zu lachen: In Lungern sind nämlich dieser Tage selbst die giftig grünen Waldgnome und die farbenprächtigen Muki-Zwerge los. Yvonne Halter stimmt mit den Kleinen ein fröhliches Lied an: «Der Muggestutz und d Raurinde turnid im Muki mit de Chinde – mid ine beide erläbid mier allerhand, etz sägi mer alli: Sali mi­tenand!» Ein bunter und – mit gleich mehreren Gast-Guuggenmusigen – auch gebührend lautstarker Umzug. Und dies allen Sparplänen des Lungerer Gemeinderates zum Trotz!

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Sind Sie auch an der Fasnacht? Haben Sie rüüdige Bilder geschossen? Dann laden Sie unter www.obwaldnerzeitung.ch/leserbilder oder gleich hier Ihr rüüdiges Fasnachts-Bild hoch, egal, ob es sich um einen Schnappschuss vom Umzug, einen besonders gelungenen Grend oder ein Bild von einer Fasnachtsparty handelt. Die Online-Redaktion veröffentlicht alle Leserbilder unter www.obwaldnerzeitung.ch/fasnacht, die Besten auch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

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