LUNGERN: Gemütliches Fest und mahnende Worte

Lungern war Gastgeber für die Schwingerfamilie aus Ob- und Nidwalden. Die Zuschauer genossen guten Sport und heitere Stunden.

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Das tut gut: Abkühlung nach dem Kampf. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Das tut gut: Abkühlung nach dem Kampf. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

OK-Präsident Hansruedi Vogler war gestern Morgen bei Festbeginn die Ruhe selbst. «Ich kann mich auf die Mitglieder des Organisationskomitees und die vielen Helfer hundertprozentig verlassen, das Fest wird gelingen», meinte er in der Arena in der Nähe des Mehrzweckgebäudes.

Auch das Wetter stimmte, und die Teilnahme von rund 190 Schwingern liess fürs 104. Ob- und Nidwaldner Kantonal-Schwingfest zudem guten Sport erwarten.

2500 Zuschauer fieberten mit
Tatsächlich hatte OK-Präsident Hansruedi Vogler nicht zu viel versprochen: Die einheimische Schwingersektion, mit rund 400 Mitgliedern der grösste Lungerer Verein, erwies sich als ausgezeichnete Gastgeberin. Dass Klubkamerad Peter Imfeld schliesslich überragender Sieger wurde, bedeutete zusätzlichen «Lohn» für die Schwingersektion Lungern.

Gegen 2500 Zuschauer fieberten mit den Schwingern in der Arena mit und genossen gleichzeitig einige gemütliche Stunden im schönen Dorf am Brünig. Besonderer Anziehungspunkt auf dem Festareal war der Gabentempel. Auf den Sieger wartete ein Stier, dem Zweitrangierten winkte ein Rind und der dritte Lebendpreis war ein Fohlen. Gabenchef Walter Bürgi hatte zusammen mit seinen Komiteekollegen Gaben im Gesamtwert von 95'000 Franken zusammengetragen.

«Dem Verlierer über die Niederlage hinweg helfen»
Für rund eine halbe Stunde ruhten gestern Vormittag die Wettkämpfe. Auf dem Festareal herrschte «Sonntagsstille». Pater Ansgar Lang vom Benediktinerkloster in Sarnen hielt die Festpredigt. Dabei spannte er den Bogen vom Schwingen auf das tägliche Geschehen.

Pater Ansgar attestierte den Schwingern, dass sie «trotz Kampf, in Freud und Leid zueinanderstehen.» Weiter hob der Festprediger hervor, dass beim Schwingen der Sieger dem Verlierer die Hand reicht, ihn vom Boden aufhebt und ihm das Sägemehl vom Rücken abstreift. «Der Sieger hilft damit dem Verlierer, über seine Niederlage besser hinwegzukommen», sagte er.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.