LUNGERN: Kritik gegen Fischflut im Lungerersee wächst

Der Lungerersee als Paradies für Fischer - fast 30 Tonnen Forellen sollen pro Jahr ausgesetzt werden. Doch die Idee stösst auch auf heftige Kritik.

Drucken
Teilen
«Das Einsetzten grosser Mengen an Forellen würde das Gleichgewicht verändern», meint auch Beat von Wyl. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

«Das Einsetzten grosser Mengen an Forellen würde das Gleichgewicht verändern», meint auch Beat von Wyl. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Lungern will künftig selbst über die Nutzung der Fischbestände im See bestimmen. Dabei sollen pro Woche mehr als eine halbe Tonne Regenbogenforellen eingesetzt werden. Die Gemeinde Lungern will damit Fischer anlocken und mit dem Patentverkauf Geld in die Kasse spülen.

Bereits im Frühjahr stiessen die Pläne aber auf Kritik. Nun stellt sich auch der WWF Unterwalden dagegen. Der Verband stimme einer nachhaltigen touristischen Nutzung und Entwicklung des Lungerersees zwar gerne zu. «Das vorliegende Konzept, grosse Mengen von Regenbogenforellen zu reinen Sport- und Freizeitfischereizwecken auszusetzen, entspricht dem jedoch nicht», sagt Marc Germann, Geschäftsführer von WWF Unterwalden. Zudem stösst er sich an der standortfremden Fischart, die in starker Konkurrenz zur einheimischen Fauna stehe. Rückendeckung erhält der WWF Unterwalden von der SP Obwalden mit Parteipräsident Beat von Wyl.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».