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LUNGERN: Mit Wandbild sagen die Schüler Adieu

Während dreier Jahre haben IOS-Schüler die Senioren im «Eyhuis» besucht. Als Abschiedsgeschenk kreierten sie ein Wandbild.
Romano Cuonz
Schüler, Lehrer und Senioren beim Wandbild «Wege des Lebens». (Bild Romano Cuonz)

Schüler, Lehrer und Senioren beim Wandbild «Wege des Lebens». (Bild Romano Cuonz)

«Wir haben nun drei Jahre lang kleine und grosse Brücken zwischen Jung und Alt gebaut», begrüssen Sämi (15) und Carole (15) die Seniorinnen und Senioren im Lungerer Betagtenheim Eyhuis. Und man spürt es: Die 45 betagten Männer und Frauen und die Mädchen und Jungen aus der 3. IOS von Berti Kübler kennen sich. Begegnen einander wie alte Bekannte.

«Schon in der 1. IOS hatten die Schüler beschlossen, Begegnungs-, Spiel- und Aktivitätsnachmittage mit den Leuten im ‹Eyhuis› zu organisieren», erzählt Klassenlehrer und Initiant Berti Kübler. Mit ihrer Begeisterung hätten dann die Jugendlichen all ihre Lehrpersonen angesteckt: Neben dem Klassenlehrer waren Conny Halter-von Ah (Bildnerisches Gestalten), Isa Roosens (Heilpädagogin) und Astrid May (Fachlehrperson) genauso dabei wie die Schüler, wenn mit den Senioren gespielt, spaziert oder für sie musiziert und erzählt wurde.

Ein Andenken an schöne Stunden

Nach drei Jahren stehen die Jungen und Mädchen unmittelbar vor ihrem Start ins Berufsleben. «Zuvor aber wollten sie den alten Leuten, die wir nun gut kennen, ein Abschiedsgeschenk machen», sagt Zeichnungslehrerin Conny von Ah.

Die Idee dazu hatten Andrea (15), Adrian (16) und Nicolas (15): Die drei entwarfen ein Wandbild unter dem Titel «Wege des Lebens». «Unser Lebensweg führt mit einer Altholzbrücken-Treppe über ein Bächlein ins helle Licht», sagen die Schüler und enthüllen unter grossem Applaus der 45 Seniorinnen und Senioren ihr grosses, farbiges Wandbild. Es wird von nun an als bleibende Erinnerung und Symbol für den Wahlspruch der Klasse «Jung und Alt – Bruggä buiwä» von der Eingangswand grüssen. Selbstverständlich servieren die IOS-Schüler ihren Gästen zur Vernissage auch noch einen Apéro. Es wird gelacht und über alte und neue Zeiten berichtet.

Ein einfacher Jass, bitte sehr!

Für den traditionellen Spaziergang regnet es an diesem Tag zu sehr. Wohl auch deshalb nimmt «z Schwand Peters Christians Marco» (15) die Senioren mit seinem Tonbildfilm auf eine faszinierende Wanderung durch Lungern, vom Dorf zum See und vom Tal auf die Berge mit. Dann wird gespielt. Vor allem beim Jassen blühen die Senioren richtig auf. «Wir machen einen ‹Obä abä› ohne Trumpf, der dreifach zählt», verkündet einer. Den Schülerinnen und Schülern wird es angst und bang: Mindestens im Wahlfach «Jassen» sind ihnen die Leute im «Eyhuis» weit überlegen. «Könnten wir nicht einen ganz einfachen Jass machen», fragt ein Mädchen. Aber da gibts für einmal kein Pardon. Der rüstige Senior wird zum Lehrer. So gut erklärt er die Sache, dass er und seine Partnerin am Schluss gar das Nachsehen haben. «Wir alle werden die Schüler sehr vermissen», sagt Markus Geiser, Leiter des Betagtenheims Eyhuis.

Romano Cuonz

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