LUNGERN: Neues Bergrestaurant auf Turren öffnet im Sommer

Rund 22 000 Personen transportierte die Ende April neu eröffnete Turren-Bahn in sechs Monaten. Ab Weihnachten fährt die Bahn wieder, und mit genug weissem Segen wird es auch Schnee(schuh)-Wanderwege geben.

Robert Hess
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Diese Woche wurde auf Turren das Dach für das neue Restaurant gedeckt und die Dachrinnenheizung montiert. Bild: PD

Diese Woche wurde auf Turren das Dach für das neue Restaurant gedeckt und die Dachrinnenheizung montiert. Bild: PD

Ab heute ruhen die Bauarbeiten am Restaurant auf Turren. Doch wenn die Bahn ab 25. Dezember und bis 17. April 2017 (Ostermontag) wieder fährt, ist die Verpflegung bei der Bergstation möglich. Die Turrenhütte wurde wintertauglich ausgebaut und bietet bis zur Eröffnung des neuen Restaurants einfache Gastronomie an. Der Giswiler Fritz Halter, während rund 30 Jahren bei der Alpnach Norm tätig und nun pensioniert, leitet sie. Er verfügt auch über 20-jährige Erfahrung mit Pistenfahrzeugen und habe Kurse in Davos für Lawinenbeurteilung, Sicherung und Sprengung besucht, sagt der Alpnacher Investor und Unternehmer Theo Breisacher.

Für die Wintersaison werden ab Bergstation Turren Wege zum Wandern und Schneeschuhlaufen präpariert. Dazu kaufte die Lungern-Turren-Bahn AG einen Pistenbully. Präpariert werden die Wege nach dem Turrengrat (1562 Meter über Meer), der Dundelegg (1726) sowie nach Breitenfeld (1763). Für den Weg Breitenfeld bis Berghuis Schönbüel (2011 Meter über Meer) ist die Genossenschaft mit einem eigenen Pistenbully verantwortlich. Das «Berghuis» ist ebenfalls ab 25. Dezember wieder offen.

«Die Eröffnung des neuen Bergrestaurants Turren ist in den Monaten Juli/August 2017 geplant», sagt Theo Breisacher. Gegenüber dem früheren ehrgeizigen Terminplan sei dies einige Wochen später, «doch basiert der neue Termin auf einer realistischen Einschätzung der Bauarbeiten beim Restaurant und an den Aussenanlagen. Fenster und Aussentüren sind montiert.» Diese Woche wurde das Dach fertig gedeckt und die Dachrinnen-Heizung montiert. Bereits realisiert sei die Wärmegewinnung mittels Erdsonde mit fünf Bohrungen in eine Tiefe von 265 Metern. Das neue Bergrestaurant wird rund 120 Innenplätze aufweisen, wovon 50 für spezielle Anlässe abgetrennt werden können. Dazu kommen rund 120 Aussenplätze. Verzichtet hat die Lungern-Turren AG auf die ursprünglich geplanten Gästezimmer. «Die bestehende Hochspannungsleitung über der Parzelle hat uns einen Strich durch diese Rechnung gemacht», erklärt Theo Breisacher. Zufrieden ist er über die Zahl von rund 22 000 bisher beförderten Personen. «Ziel sind rund 50 000 Personen pro Jahr, um die direkten Kosten zu decken.»

Robert Hess