LUNGERN: Panoramawelt für 4 Millionen Franken zu haben

Die Panoramawelt Lungern-Schönbüel sucht einen Käufer. Für Experten ist aber fraglich, ob das Ausflugs­gebiet überhaupt rentabel betrieben werden kann.

Guy Studer
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Fahrt ins Ungewisse: Wird die Luftseilbahn Lungern-Schönbüel je wieder in Betrieb genommen? (Bild: Remo Nägeli / Neue OZ)

Fahrt ins Ungewisse: Wird die Luftseilbahn Lungern-Schönbüel je wieder in Betrieb genommen? (Bild: Remo Nägeli / Neue OZ)

Am Mittwoch ist die Beschwerdefrist abgelaufen. Paul Niederberger, Geschäftsführer der Panoramawelt Lungern-Schönbüel, hat sie nicht genutzt. «Wir haben keine Beschwerde eingereicht», bestätigt Niederberger. Dies wäre seine letzte Chance gewesen, gegen den Entscheid des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vorzugehen. Dieses hat die Betriebsbewilligung für Niederbergers Bergbahnen wegen verschiedener Mängel sistiert. Seit dem 25. März stehen die Bahnen der Panoramawelt still.

«Jetzt ist definitiv Schluss»

Und Niederberger sieht kaum Chancen, den Entscheid des BAV zu kippen. «Es gibt eben einige Punkte, an denen man uns aufhängen kann.» Für ihn heisst das: «Jetzt ist definitiv Schluss.» Trotzdem glaubt Niederberger weiterhin an das Ausflugsgebiet mit der Panorama-Aussicht auf die Berner Alpen. Deshalb soll es in neue Hände übergehen. «6,5 Millionen Franken würde das Ganze kosten», sagt Niederberger. Dazu gehöre alles, von den Büroräumlichkeiten am Bahnhof Lungern über die Bahnen und Restaurants bis hin zur geltenden Konzession (bis ins Jahr 2058). Niederberger zeigt sich verhandlungsbereit: «Wir würden es auch für 4 Millionen geben.» Der Kauf sei aber an Bedingungen geknüpft: «Der Käufer muss investieren können.» Und das nicht zu knapp: 40 Millionen Franken sind gemäss Niederberger nötig, damit die Panoramawelt auf einen grünen Zweig kommt.

Jürg Stettler, Leiter des Instituts für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern, glaubt jedoch nicht daran, dass für das Ausflugsgebiet ein Käufer gefunden werden kann.

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