LUNGERN: Saisonnier erschleicht sich die Einbürgerung

Ein Mann aus Kosovo muss seinen Schweizer Pass wieder abgeben. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte, dass er die Einbürgerung erschlichen hatte.

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Blick auf Lungern. (Bild pd)

Blick auf Lungern. (Bild pd)

Der aus Kosovo stammende Mann hatte seit dem Jahr 1988 wiederholt als Saisonnier in der Schweiz gearbeitet. Anfang 1993 war er aber wegen Verletzung ausländerrechtlicher Bestimmungen mit einer Einreisesperre belegt worden. Die Heirat mit einer Schweizerin im August 1995 verschaffte ihm eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Obwalden. Während eines Kosovo-Aufenthalts beging der Mann einen Ehebruch und zeugte im Jahr 1999 mit einer Landsfrau einen Sohn. Im Mai 2001 ersuchte der Kosovare um erleichterte Einbürgerung.

Im November 2006 entzog das Bundesamt für Migration dem Neo-Schweizer das Bürgerrecht wieder. Das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt. Auch die Richter in Bern gehen aufgrund des zeitlichen Ablaufs der Geschehnisse davon aus, dass im Zeitpunkt der Einbürgerung keine intakte eheliche Gemeinschaft mehr bestand.

Urs-Peter Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.