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LUNGERN: «Schön schräg» sind Karl Imfelds Werke

Der Künstler hat acht Jahre nach der Entdeckung einer neuen Form sein Möbelprogramm weiterentwickelt.
Philipp Unterschütz
Karl Imfeld mit einer seiner neuen Möbelkreationen. (Bild: PD)

Karl Imfeld mit einer seiner neuen Möbelkreationen. (Bild: PD)

Mit den «imfeldcubi» sorgte der Lungerer Künstler Karl Imfeld vor gut acht Jahren für Aufsehen. Er hatte damals sozusagen eine neue Form eines Kubus erfunden. Er nahm Würfeln die Sturheit der Waagrechten und Senkrechten, indem er ihnen Schrägen hinzufügte. Die Form liess er urheberrechtlich schützen und begann ein Möbelprogramm zu entwickeln, das er 2010 erstmals an der Möbelmesse in Köln vorstellte. «Einen Anwalt habe ich noch keinen gebraucht. Der Formenschutz hat sicher dazu beigetragen, dass mir bis heute keine Kopien begegnet sind», erzählt Karl Imfeld. «Schön schräg» ist mittlerweile sein Werbeslogan für die «imfeldcubi», die er seit Montag nach acht Jahren erneut für fünf Tage an der Ausstellung Passagen in der Innenstadt in Köln zeigt, die zeitgleich mit der internationalen Möbelmesse stattfindet. «Ein Kontrastprogramm mit dynamischen Schrägen zu den vielen Geraden an der Messe.» Es sei ein wichtiger Anlass, sagt Imfeld, zu dem er auch etliche Kunden persönlich eingeladen habe.

Vieles ist reine Handarbeit

Die «imfeldcubi» haben sich zu einem wichtigen Standbein für ihn entwickelt. «Mittlerweile arbeite ich rund 20 Prozent für das Möbelprogramm und rund 80 Prozent für Kunst am Bau oder freie Kunst.» Es sei schwieriger geworden im Kunstmarkt, umso wichtiger sei das Einkommen aus den «imfeldcubis».

Nach wie vor beliefert Karl Imfeld seine Privatkundschaft direkt. «Mir ist der Direktverkauf wichtiger als der Handel», sagt er, und man spürt, dass es da eben um die persönliche Beziehung zu seinen Produkten geht und wie viel die persönliche Verarbeitung bedeutet. «Wegen des haptischen Erlebnisses ist es sehr wichtig, dass ich die Produkte selber schneide, bearbeite und zusammenbaue. So gibt es beispielsweise solche, deren Oberfläche ich mit einer Kettensäge bearbeite.» Und genau dieses vielfältige, dynamische Formenspiel sei es, welches die Kunden neben der Robustheit, den vielen Nutzungsmöglichkeiten und der Erweiterbarkeit faszinierten. Die «imfeldcubis» gibt es in verschiedenen Holzarten, aus lackierten, mittelverdichteten Holzfaserplatten (MDF) oder aus Metall. In den vergangenen Jahren sind natürlich etliche Modelle dazugekommen. Eines seiner neusten Werke, das Karl Imfeld in Köln zeigt, ist ein multifunktionaler Beistelltisch mit dynamischen Schrägen, den man unter anderem auch als kindergerechtes Sitzmöbel einsetzen kann.

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Infos: www.karl-imfeld.ch/cubi

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